Lass dich nicht verarschen!

Marvin schreibt auf endgedacht von der Liebe. Sich selbst gegenüber. Ein interessanter Gedankengang tut sich dort auf:

Um sich selbst etwas Gutes zu tun, muss man manchmal andere Leute vor den Kopf stoßen. Aber lest selbst:

  1. Wenn ein in in irgendeiner Weise (beruflich, etc.) über dir stehender Mensch glaubt das Recht zu haben dich in einer deiner Meinung nach unangemessenen Weise zu behandeln, so hat er sich das Recht in deiner Gegenwart zu existieren verwirkt.

  2. Aus Punkt 1 folgt die einfache und uneingeschränkte Freiheit deinem (ehemaligen) Vorgesetzten mal so richtig die Meinung zu geigen.

  3. Jede daraus resultierende Form von tätlicher, verbaler oder sonstiger Handlung darf mit Gleichem geahndet werden. 🙂

Auf den Punkt gebracht (gern geschehen) bedeutet das, dass man sich rein gar nichts gefallen lassen soll. Das ist natürlich nicht immer die diplomatischste Lösung, aber immerhin ehrlich. Gewisse Menschen können sich das durchaus leisten, ohne Konsequenzen zu fürchten, die meisten von uns Durchschnittsbürgern stecken oft genug zurück.

Sei es der Chef, der Partner oder jemand Fremdes, wir tricksen, lügen, verarschen; wir werden verarscht, angelogen, ausgetrickst. Ständig. Und oft genug verbiegen wir uns, um es jemand anderem recht zu machen. Denn die meisten von uns meiden Konfrontationen, sie sind uns unangenehm und stellen uns in ein Rampenlicht, in das wir gar nicht wollen. Wer gilt schon gern als aufsässig, schnippisch, zickig oder gar cholerisch?

Marvin tut das, und er hat recht. Müssen wir denn wirklich immer einstecken? Man muss, nein man darf sich nicht alles gefallen lassen, denn je mehr man einsteckt, desto mehr bekommt man auch ab. Einfach mal „Nein“ sagen, einfach mal Schuld zurückweisen, einfach mal Unhöflichkeit zurückgeben, anstatt nur zu schlucken. Denn wer immer nur schluckt, der platzt irgendwann.

„Lass dich nicht verarschen!“ lautet die Botschaft, „Verbieg dich nicht!“ der Untertitel. Aber mit Feingefühl in den Diplomatenhandschuhen.

Und denk daran, den Speck dünn zu schneiden!

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