Cluburlaub im Irish Pub

Ich bin ja meist nur konsequent, wenn es darum geht, inkonsequent zu sein. Dennoch ist gerade das ja auch wieder konsequent. Aus diesem Grund kommt pünktlich zum Beginn des zweiten Quartals (=1 Tag nach Beginn des selbigen) der erste Beitrag des Jahres. Be warned, there are things to be told…!

Aus diesem Grund erstmal ein paar Updates aus meiner Welt:

Errungenschaft des Jahres:

Ich habe es an Sylvester endlich mal nach Hamburg geschafft und es war toll. Ich habe König der Löwen gesehen (das Gebäude, von außen, über den Fluss), einen echten App-Entwickler getroffen, die WG von Hendrix, Cobain und Presley gefunden und viel und lecker gegessen. Nach Hamburg wollte ich wirklich schon immer mal und es freut mich total, dass ich es endlich geschafft habe. Hamburg, ich komme wieder!

Song der Woche:

Seit ich unterwegs bin, spukt er in einer Playlist herum und meiner anfänglichen Abneigung zum Trotz ertappe ich mich immer öfters beim Summen von Cluburlaub von Schnipo Schranke.

Textlich super, musikalisch bin ich noch nicht so hingerissen.

Fail der Stunde

Habe mich gerade geärgert, dass ich wohl total Schuppen bekommen habe und dann gemerkt, dass meine uralten On-Hear-Kopfhörer langsam ihren Lack verlieren.

Aber was soll’s, trotz meiner Unzulänglichkeiten, die sich bisweilen auch auf organisatorische Aufgaben (Reisen, Uni, Leben) negativ auswirken, habe ich es diese Woche geschafft, per Bahn einen Trip durch Süddeutschland zu organisieren, dabei verschiedene Interessensgruppen, Termine und infrastrukturelle Schwierigkeiten zu berücksichtigen (dieser dämliche Schwarzwald ist dem Hochgeschwindigkeits-Fernverkehr-Reisenden doch eher ein Dorn im Auge). Und das Wichtigste: Ich habe jede Bahn bezahlt, in der ich saß und saß in jeder Bahn, für die ich gezahlt habe. Abartig!

Nun war ich also in Tübingen und habe dort mit Karl eine WG besichtigt, um ihm bei seiner Suche nach einer Bleibe für sein Masterstudium beizustehen. Hat dann auch geklappt, die neuen Mitbewohner waren betrunken und die Zusage gab es am selben Abend. Ich sollte WG-Vermittler werden. Das Problem dabei ist wohl nur, dass alle Geschäftsmodelle, die auf zahlenden Studenten basieren, an deren chronischen Geldmangel scheitern.

Aus Gründen bin ich dann am Freitagabend in Heilbronn im Irish Pub gelandet. Nun ist ja Heilbronn per se kein schlechter Ort, aber die bodenlose Unverschämtheit, dass man uns in eine Großraumdisco mit Mindestverzehr und Elektronischer Musik schleppen wollte, konnte nur durch einen jungen Mann, der aus dem Zug kommend direkt in den Bahnhof erbrochen hat, ausgeglichen werden. Deshalb führte mich mein Kommilitone, Manuel (Name v.d.R. geändert), in den lokalen Irish Pub, wo wir vom schottischen Besitzer Gordon wärmstens empfangen wurden: Zu unserer Begrüßung hingen Heliumballons einer bekannten Alkoholmarke an der Decke und stellten die Universalfrage:

Natürlich war klar, dass wir sowas haben mussten und nachdem wir uns in mehreren Bestellvorgängen, die mal besser und mal schlechter von Statten gingen, mit der Bedienung, Mobi (Name der Redaktion nicht bekannt), angefreundet hatten, hat sie uns tatsächlich zum Abschied 2 dieser Ballons geschenkt. Das ging natürlich nur, weil wir ihr zuvor ein wenig Nachhilfe in Geographie und Selbstverteidigung gaben (eine Hand wäscht ja bekanntlich die andere). Oh und vielleicht, weil wir sie in eine spontane Kissenschlacht verwickelt haben. Happy International Pillowfight Day!

Das digitale Heim

Da ist er, der Mainstream. Er hat mich erreicht. Und dabei habe ich nichtmal aktiv dazu beigetragen. Ich bin nur irgendwo eingezogen. Eigentlich ist das auch schon länger her, aber ich fühle mich erst heute so Mainstream.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich meine jetzt nicht, dass ich endlich im Internet lebe und nicht mehr der Realität Achtung zolle. Vielmehr lebe ich in einem hochmodernen Haus, welches im Jahr 1914 gebaut wurde. Es verbindet den altehrwürdigen Charme der Baufälligkeit mit den Annehmlichkeiten des modernen Lebens und darüber möchte ich gerne berichten:

Unsere Küche besitzt ein Dachfenster, welches in ungefähr 3m Höhe angebracht ist. Ein manuelles bedienen scheint hier unmöglich, weshalb unser Hausherr frerundlicherweise eine Fernbedienung eingebaut hat, welche regelmäßig von der Wandhalterung gerissen wird und dabei kaputt geht. Da wir keine Dunstabzugshaube haben, öffnen wir das Fenster gerne beim Kochen, was im Winter dann gerne zu spontanen Gefriervorgängen führt, weil die gute Wärme natürlich mit den Kochdämpfen durchs Fenster entfleucht. Doch das tut dem Komfort keinen Abbruch.

Weiterhin besitzen wir eine Funkklingel, welche unter anderem individuelle Klingeltöne ermöglicht und blaue Blitze durchs Haus schießt, wenn die betätigt wird. Natürlich nur, sofern die Batterien nicht gerade leer sind, was meistens alle 3 Wochen der Fall ist. Der Paktezusteller weiß das, weshalb er immer laut klopft, egal ob die Klingel grade funktioniert oder nicht.

Ich möchte aber in dieses Paketwarnsystem investieren. Denn allzu oft ist es mir passiert, dass ich gerade noch ungezogen, ich meine unangezogen im Bett lag, als der Zusteller frühmorgens um 11 vorbeischaut. Bis ich dann angemessene Kleidungsstücke gefunden und an mir angebracht habe, ist er oft schon wieder gegangen. Mir schwebt da eine Verbesserung vor, die mithilfe von modernster Technik realisierbar wäre:

Wir platzieren ein Tablet in der Außenwand, das mit der Klingel verbunden ist. Sobald jemand klingelt, wird per Kamera sein Foto auf alle verfügbaren Geräte im Haus gesendet, sodass man gleich sehen kann, ob man sich für die Person, die vor der Tür steht, etwas anziehen muss, oder nicht. Wenn es die Freundin ist, braucht es ja keine Klamotten. Als Antwort kann man seinen Status dem Klingler mitteilen, der eine Art Ladebalken zu sehen bekommt mit der geschätzten Restzeit bis zur Türöffnung und Liveupdates zum jeweiligen Arbeitsschritt: Kleider lokalisieren, Kleider platzieren und so weiter. Falls er es eilig und kein Problem mit unzulänglicher Bekleidung hat, kann er jederzeit den Anziehvorgang abbrechen, um den Prozess des Paketzustellens zu beschleunigen. Das wäre für alle Beteiligten die beste Lösung. Und bei den aktuellen Temperaturen ist es auch kein Problem, mal nackt zur Tür zu gehen. Das sollte man sowieso öfters tun.

Ich wünsche mir ein Tablet zu Weihnachten 😉

Das wird hier noch zum Fotoblog

Einer der Gründe, warum ich mich über mein neues Handy gefreut habe, ist die Tatsache, dass die Kamera tatsächlich Langzeitbelichtungen ermöglicht. Das war immer einer der Gründe, warum ich gerne eine DSLR haben wollte. Sieht so aus, als bräuchte ich die jetzt nicht mehr. Seht selbst:

 

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Leberwurst und Essiggurken – Freundschaften fürs Leben

Freunde zu finden, ist schwierig, ich weiß. Ich habe auch keine, weil ich habe einen Blog und bin einer dieser Nerds, die in der Schule früher in den Spind gesperrt wurden und jetzt immer noch nicht cool sind, obwohl Iron Man salonfähig geworden ist.

Wenn man aber welche gefunden hat, ist es noch viel schwieriger, diese zu behalten. Schließlich gehen mit Freundschaften auch Pflichten einher. Man muss immer erreichbar sein, mitten in der Nacht auf fremden Toiletten fremde Haare halten und muss zwingend den Freund oder die Freundin darauf hinweisen, wenn er oder sie 2 kg zugenommen hat. Das ist nicht immer schön.

Als wenn das nicht genug wäre, muss man sich meist auch noch unterhalten. Reden. Die meisten meiner Freunde waren bisher wenig begeistert, wenn ich sie besucht und dann einfach nur 4 Stunden angestarrt habe. Eigentlich war keiner begeistert, vor allem nicht, wenn ich zum anstarren nichtmal reingekommen bin, sondern im Baum vor dem Fenster saß. Verrückt.

Deshalb bin ich aber mittlerweile dazu übergegangen, Gesprächsstoff zu pflanzen. Das hat zwei Vorteile: Erstens bietet der Pflanzvorgang an sich schon genügend Gesprächsstoff für einen Spielnachmittag, andererseits kann man später nochmal eine angenehme Diskussion ernten. Ein Beispiel: Im Rahmen irgendeiner Tätigkeit, die ich zusammen mit Freunden unternehme, erwähne ich beiläufig die geschmackliche Inkompabilität von streichfähigen Kochwurstsorten und jungen, unreifen Gurken, die mit einem kochenden, gewürzten Essig-Kräuter-Sud übergossen und dadurch pasteurisiert worden sind. Ich sage dann beispielsweise: “Weißt du, was eklig ist?” und füge, ohne eine Antwort abzuwarten, hinzu: “Leberwurstbrot mit Essiggurken!” Die Saat ist vollzogen, ich habe meine Meinung kundgetan und kann jederzeit auf dieses Statement zurückgreifen, ginge mir einmal der Gesprächsstoff aus. Nun gilt es aber, den Samen zu düngen und zu gießen, auf dass er sein volles Potential entfalte und sich zu einer langanhaltenden, die Freundschaft stärkenden Debatte entwickle.

Viele Menschen finden nämlich, dass das gar nicht eklig ist, also Leberwurstbrot mit Essiggurken. Auf Basis dieser Meinungsdifferenz entwickelt sich deshalb meist eine intellektuell anspruchsvolle Debatte, die sich ungefähr wie folgt abspielt:

“Nein!” – “Doch!” – “Nein!” – “Doch!” – “Nein!” – “Doch!” – “Nein!” – “Doch!” – “Nein!” – “Bist du schwanger?” – “Konnte Karl mal wieder seinen Mund nicht halten? Bitte sag es noch nicht weiter!”……..Der Mittag ist gerettet!

Zu einem späteren, gesprächsstoffarmen Zeitpunkt kann man nun diese Saat ernten. Das bietet sich, aufgrund der Leberwurstkonstante, beim Frühstück an. Ich nehme mir ein Brot, darauf kommt dick Butter und eine Riesenportion Leberwurst. Mein Gegenüber genau im Auge behaltend, belege ich dieses Brot dann mit Cornichons, die ich extra zu diesem Zweck gekauft habe. Aufgrund der einige Zeit früher stattgefundenen Diskussion über Geschmack und Leberwurst, die immerhin zur Aufdeckung einer heimlichen Schwangerschaft geführt hatte, folgt dann der spaßige Teil der Logoagrarwirtschaft. Man erntet zuerst ungläubige Blicke und dann den gesäten Stoff. Es folgt eine Diskussion, bei der man niemals zugeben darf, dass man behauptet hätte, Leberwurstbrot mit Essiggurken würde eklig schmecken. Wenn man den Gesprächspartner (=Freund)  bis an den Rand des Weißbrots der Weißglut getrieben hat, gibt man unumwunden zu, dass es doch sein könnte, dass man das mal gesagt hätte. Es handele sich ja hier auch um Cornichons und keine Essiggurken, da bestünde ein himmelweiter Unterschied, auch wenn gar nicht geklärt ist, wie weit eigentlich so ein Himmel ist und wie viele Meter eine Himmelweite hat.

Irgendwann ermüde auch ich, habe ich genug Lebenskraft aus der Wut des anderen und der Diskussion um der Diskussion willen gesogen und antworte in schnippischem Ton, dass ich meine Meinung eben geändert hätte, das sei doch nicht verboten, oder? Außerdem hätte ich die Diskussion ja nicht angefangen und überhaupt kann ich doch essen was ich will, ich bin ja nicht schwanger.

Das ist eine der wenigen Situationen, in denen ich dann die Logik verstehe, nach der die Freundin argumentiert.

 

Diese irre Parabel ist irreparabel!

Was war das doch für eine Woche. Ich habe bewusst kein Adjektiv vor “Woche” verwendet, damit sich jeder angesprochen fühlt. So wie bei Horoskopen.

Ich bin momentan in der Praxisphase des Semester, was bedeutet, dass ich die Theorie aus der Uni direkt im Unternehmen in die Praxis umsetzen kann dass ich einen geregelten Tagesablauf und wenig Freizeit habe. Während ich mich also jeden Morgen um mindestens 4:00 Uhr aus dem Bett quälte, blieb meine Freundin liegen, um selbiges zu hüten. Trotz meines Hinweises, dass dieses doch auch ganz gut auf sich selbst aufpassen könne, schließlich wäre es auch noch nie weg gelaufen, blieb sie standhaft die ganze Woche krank, weshalb ich mich umso schwerer tat, meinen Körper aus dem Haus zu bewegen.

Da ich durch meine müdigkeits-induzierte Trägheit noch langsamer vorwärts kam als sonst, war ein Kaffee aus der eigenen Maschine – sehr zu ihrem Leidwesen – sowohl zeitlich als auch motivatorisch nicht drin. Weder in der Tasse noch im Timetable. Aber was macht das schon, auf dem Weg zur Arbeit kann man sich auch beim Bäcker frisch gebrühte Koffeinschlonze abchecken. Also kurz Stop-and-Kaffee-hol-and-Go gemacht, und mit Flüssigenergie versorgt auf zur Arbeit. Während ich ja in den Vereinigten Staaten die eigentlich überflüssigen Hinweise auf gefährliche Wärmegrade bei Heißgetränken aufgrund der dortigen Klage-Lage verstehen kann, fand ich die in Deutschland immer seltsam. Zumal da auf englisch stand: “Caution! Hot content!”. Ein deutscher Deutscher kann doch gar kein englisch, wird die Message also nicht verstehen, und man weiß doch, dass Kaffee heiß ist.

Nachdem ich mir also beim ersten Schluck die Zunge so verbrannt habe, dass ich den Rest des Tages ein derart pelziges Gefühl auf diesem Schleck- und Schmeckmuskel habe, beschließe ich, der Kaffebecherindustrie einen Brief zu schreiben, in dem ich vorschlage, die Aufschrift auf Kaffeebechern zukünftig auf deutsch zu gestalten. Vorschlag meinerseits wäre: “Vorsicht, ScHeißgetränk! Dieses Getränk ist scheiße heiß!”

Nachdem ich im Radio höre, dass der neue Rap-Film “Straight Outta Comptonvermutlich mehr als 50 Millionen Dollar an seinem ersten Wochenende einspielen wird, beschließe ich, Rapper zu werden. Ich hab auch schon ein Alter Ego, Alter: General Stab. Mit meiner Crew, die sich Generalstab schimpft werde ich als General Stab feat. Generalstab die Bühnen rocken hoppen. Ich habe schon meinen Mitbewohner Luke gefragt, ob er mitmachen will, der meinte aber, da wir keine echten Gangster sind und nie bei der Bundeswehr waren, würde uns die Credibility fehlen und deshalb wäre das ganze Projekt nur Lug und Trug. Als ich vorschlug, wir könnten uns auch “Luke und Trug” nennen, wurde er vor lauter schlechtem Wortwitz ohnmächtig. Also schnappte ich mir Luke und trug ihn ins Studio, wo wir aber leider nichts aufnehmen konnten, weil er immer noch ohnmächtig war. Habe jetzt also meine HipHop-Karriere hinten angestellt und werde mich wieder aufs Schreiben konzentrieren:

Einst stürzte sich eine kleine, süße, lebensmüde Zitrone von einem Zitronenbaum. Unterwegs traf sie die Biene, die sie mal bestäubt hatte und die natürlich bestürzt war, dass ein Patient aus ihrer Bestäubungspraxis sich das Leben nehmen wollte, ohne dass sie davon wusste und es in der entsprechenden Akte vermerken konnte, weshalb sie das fallende Obst nach seinem Namen fragte. Die Zitrone rief im Fallen: “Mein Name ist Trone, Suizi Trone”, aber sie kam auf dem Boden auf, bevor die Biene lachen konnte. Da wurde sie sauer.

(Manche) Tiere raus aus Deutschland!

 Oder: Tiere zurück ins Tierreich, wo sie hingehören!

Ich bin ja kein Tierquäler, aber bei manchen Tieren könnte ich einer werden. Bevor jetzt hier ein #Aufschrei durch die Netzgemeinde klingt, lasst mich erst mal ausredenschreiben:

Ich habe nichts gegen Tiere, ja  wir haben sogar mehrere davon in unserer Nachbarschaft. Und es ist ja nicht so, dass ich mir wünsche, dass die ins Tierreich abgeschoben werden. Nur muss man zwischen den Tieren unterscheiden. Da gibt es nämlich auch solche und solche.

So zum Beispiel der eine Nachbarshund, der ist Chiwauwau und eine unglaubliche Nerv tötende Töle. Der macht den ganzen Tag nichts außer Stress. Er rennt durch die Parks und provoziert andere Hunde, indem er sie erst ankläfft und sich dann hinter Herrchen versteckt. Und dafür liegt er dann uns allen auf der Tasche, in dem er das Geld aus der Hundesteuer kassiert. Oder der Hund einer Bekannten, ein “deutscher” Schäferhund, der aber eigentlich aus Rumänien kommt. Der liegt den ganzen Tag nur im Garten auf dem faulen Fell und ist nicht mal in die Hundeschule gegangen. Kein Wunder, dass den keiner versteht, wo bleibt denn hier die Integration?

Es gibt viele Hunde, die etwas zu unserer Gesellschaft beitragen und sich integrieren, manche arbeiten sogar beim Rettungsdienst. Aber ich finde, die sollten wenigstens richtig Deutsch lernen, sonst verstehen die alten Menschen sie doch gar nicht richtig.

Die schlimmsten Viecher von allen aber sind Wespen. Die sind ja mal richtig ätzend. Ich habe nichts gegen gelbschwarz-gestreifte Insekten, aber Bienen machen wenigstens Honig und sich so nützlich. Aber diese Wespen fliegen nur rum, sind aggressiv und wollen sogar das Fleisch, was rumliegt essen. Und was bekommt man dafür als Gegenleistung? Einen Stich, bei dem das Biest nicht mal Schmerzen leidet oder stirbt.

Solche Tiere finde ich nicht in Ordnung. Und das ist doch mein gutes Rechts, so etwas zu sagen! Nur weil ich manche Tiere hasse, bin ich ja kein Tierhasser. Ich bin ja auch nicht für Tierversuche, nur weil ich mal Tierfleisch versucht habe!

Es geht hier nicht um süße Kätzchen, tapsige Hundewelpen oder gar Quokkas, mit denen ich zu gerne auch mal einen Selfie machen würde:

World happiest animal, Quokka

Die tun ja wenigstens was dafür, dass sie uns auf der Tasche liegen: Sie kuscheln, sehen süß aus und bringen manchen Menschen Millionen von Klicks durch die Videos, in denen sie sich extra doof anstellen.

Nein, es geht hier um viel mehr: Nämlich die Enthumanisierung des Abendlandes.

Mittlerweile hat sogar PEGIDA bemerkt, dass Tiere eine viel größere Gefahr als der Islam sind, weshalb sie sich auch umbenannt haben.

Das wird man ja wohl noch posten dürfen!

So sicher wie das Klopapier

Als Student lebt man ja meist ein recht bescheidenes Leben. Es wird in WGs gelebt, in Vorlesungen vorgelesen und ab und zu gönnt man sich eine Tütennudel. Herrlich einfach, das Bier kostet 0,45€ und Studiengebühren gibt’s ja auch nicht mehr. Der Asket ist in seinem Element.

Auch in meiner bescheidenen Klause dominiert die Einfachheit. Die Möbel sind vom blauen Schweden um die Ecke, der Boden wellt sich ein bisschen und das Geschirr ist ungefähr so homogen wie die Leute von Pegida aber nicht halb so homophob wie…äh…ja gut, die Leute von Pegida. Ich bin ja kein Nazihasser, aber…

Doch halt, was muss ich sehen? Ist das etwa….Nein, das kann nicht sein: Wir haben Klopapier. Und zwar nicht irgendeines, es ist auch noch vierlagig. Und flauschig und sicher. Steht zumindest drauf. Moment mal, flauschiges Klopapier ist ja schön, 4-lagig purer Luxus, aber was bitte ist “sicheres” Klopapier?

Unser Klopapier

Früher, als die Welt noch in Ordnung war, waren Taschentücher und Klopapier noch nies- und reißfest, wobei ich mich frage, ob ganz früher dann Taschentücher und Klopapier niet- und nagelfest waren. Also aus Holz. Heute ist mein Klopapier also…sicher…aha!

Sicher ist für mich ja eigentlich eher eine Eigenschaft, die ich von einem Tresor, Fallschirm oder Gehalt erwarte, aber doch nicht von Klopapier. Wie klingt denn das? “Kaufen Sie Klopapier bei uns, es ist 4-lagig, flauschig und reißfest!” – “NEIN, kaufen Sie UNSER Klopapier, es ist viel 4-lagiger und flauschiger und dazu noch SICHER!!! Nichts Schlimmes kann Ihnen widerfahren, solange Sie unser Klopapier benutzen! SICHER ist SICHERER!!”

Das klingt nicht gut in meinen Ohren. Tatsächlich ist der einzige Gegenstand, der meiner Meinung nach mindestens 4-lagig und sicher sein sollte, die Außenhülle eines Kernreaktors. Flauschig muss er nicht sein, wäre aber eine akzeptable Option. Und ich glaube nicht, dass man jetzt deshalb aus unserem Klopapier einen Kernreaktor bauen sollte. Ich würde mich da ganz und gar nicht sicher fühlen, egal wie oft das auf die Packung geschrieben wird.

Ich frage mich natürlich auch, ob die Abrollrichtung eine Rolle bei der Sicherheit spielt. Denn, wie jeder weiß, spielt die Abrollrichtung des Toilettenpapiers in unserem Leben eine so wichtige Rolle, dass es sogar einen Wikipedia-Artikel dazu gibt! Einen Wikipedia-Artikel dazu gibt??? EINEN WIKIPEDIA ARTIKEL!!!! Jawohl. Man kann ihn hier nachlesen! Kommentar des Herstellers:

Unsere von deutschen und amerikanischen Spitzeningenieuren entwickelten und langjährig in der Raumfahrt getesteten WC-Hygienepapier-Abrollsysteme sind universell einsetzbar. Wir übernehmen 10 Jahre Garantie und sollten wider Erwarten technische Probleme auftreten, steht ihnen unser Unternehmenseigener 24/7-Reparaturservice kostenlos zur Verfügung.

Das ist gut zu wissen, falls also euer WC-Hygienepapier-Abrollsystem euch mal versucht umzubringen, meldet euch beim Reperaturservice. Schließlich kann man auch auf dem Klo nie sicher genug sein!

Die vom Hersteller vorgesehene Abrollrichtung ist übrigens “vornüberhängend”. #funfact

Warum jeder Wochentag scheiße ist…

Montage sind kacke!

Ich brauch das ja eigentlich nicht begründen. Jeder findet Montage kacke. Sogar diejenigen, die nur am Montag aber nicht auf Montage arbeiten. Haha! Der einzige Grund für die Existenz von Montagen ist der, dass man einen Tag braucht, um sich für die Taten und Handlungen, die am Wochenende davor geschehen waren, zu schämen.

Am Dienstag sollst du Dienst tun!

Ja, was ist dem sonst noch hinzuzufügen. Selbst wenn man außer Acht lässt, dass man Dienstag nicht mal mehr halb so glaubwürdig wie am Tag zuvor nach der Mittagspause “..hab das Wochenende verschlafen…” murmelnd ins Büru schlurfen kann, ist der Dienstag auch kacke. Schließlich ist seit Montag erst eine Nacht vergangen, der bittere Nachgeschmack hält noch an und auch Zähne putzen hilft da nichts.

Mittwoch ist doch schon gar nicht mehr so schlimm…

DOCH!!! Am Mittwoch feiern Anfänger das Bergfest in froher Erwartung der Taten, die sie am Wochenende unternehmen und am Montag bereuen können. Sie vergessen dabei jedoch, dass die erste Hälfte der Woche immer schneller vergeht als der Rest, der zäh, einer kaugummiartigen Masse gleich, dahinfließt. Am Mittwoch wird man daran erinnert, dass es auch ein Wochenende gibt, das man aber noch nicht haben darf…

Donnerstag

Es sind die sanften Liebkosungen der Morgenröte, die einen am Donnerstag aus den Federn kitzeln. Die Vögel laufen in der elften Wiederholung zwitschern und der Wecker verschont einen am Wochenende mit seinem nervigen Gefiepklimpertödel…Doch halt! Es ist gar nicht Wochenende, es fühlt sich nur so an! Du hast verschlafen und musst noch einen Tag länger arbeiten, bis du dich entspannt zurücklehnen kannst!

Willkommen im Donnerstag, der Tag der nur dafür gemacht ist, den Mittwoch in Schach und der Mitte der Woche zu halten!

Am Freitag hast du frei…

…e Hand, weil du beinahe der einzige im Betrieb bist, der noch arbeiten muss. Alle anderen haben Vertrauensarbeitszeit und vertrauen auf Arbeit light. Von Zuhause aus. Im Bett. Alle anderen Anwesenden sind genauso blöd wie du und ziehen dich mit ihrer Laune so runter, dass du dich wie Montag fühlst. Und den finden ja schließlich alle kacke.

Das Schlimmste am Freitag ist aber, dass kein einziger Tag so weit entfernt vom nächsten Freitag ist wie der aktuelle Freitag. Wer soll das genießen können?

Samstag

Es sind die sanften Liebkosungen der Abendröte, die einen am Samstag aus den Federn kitzeln. Nachdem Luigi aus dem Betrieb die Geburt seiner Patenurenkelin mit Grappa begießen musste und du keine Ahnung hast, wo dein Auto, du selbst und deine Würde sind, wird dir klar: Endlich ist Wochenende. Nach kurzem Blick auf dein smartes Phone wird dir aber klar, dass über die Hälfte des Wochenendes schon vorbei ist. Schnell wird der abgestandene Hugo am Bett geext, aber du weißt immer noch, dass heute Samstag ist. Es wird also wieder nichts mit der Ausrede: “…hab das ganze Wochenende verschlafen…”

Sonntag

Sonntag, der Tag an dem nach sechs Tagen Sonnenschein nie die Sonne scheint, wenn man mal mit den Kindern in den Zoo möchte. Um verschleppter Bronchitis und damit einhergehendem Gejammer vorzubeugen, verbringt man dann die meiste Zeit im Reptilienhaus. Und das ist ja mal echt nicht cool. Erstens ist es dort warm, zweitens bewegen sich die einzigen sehenswerten Tiere (Krokodile) kaum bis gar nicht und drittens ist die Fütterung seit zehn Minuten vorbei. Dabei höhnt eine kleine, fiese Stimme beständig im Hinterkopf: Morgen ist Montag, du musst wieder arbeiten!

Montage sind kacke!

 

Es sind die kleinen Dinge des Lebens…

…über die man sich freut. Ein Schelm, wer Penis dabei denkt!

Tatsächlich möchte ich hier mal einen Rant los werden, der aber vielleicht doch in einem Happy End mündet. Mal sehen…

Ich kaufe nämlich regelmäßig beim Einzelhändler meines Vertrauens ein, der ist zwar ein bisschen teurer als ein Penny, dafür aber in walkable distance und deshalb immer ein Grund, das Auto stehen zu lassen. Den Weg dort hin beschreite ich auch meisthin nicht alleine, sondern in Begleitung von Mitbewohnern, Herzchen oder anderen Affairen. Ich weiß, wer zwischen den Zeilen liest, erfährt hier ganz unverblümt, dass ich behaupte, dass ein paar Mitt- und Endzwanziger quasi regelmäßig spazieren gehen. So ganz neoklassisch ohne dabei zwingend das Smartphone, Google Glass oder die neue Apple Watch Gassi zu führen. Dafür ganz klassisch, um Food & Beverages zu haulen.

Dabei werden natürlich Gespräche und Debatten höchsten Niveaus geführt, die die weltpolitischen Probleme der internationalen Multilateralpolitik in Hinsicht auf die fortschreitende soziale Demenz der Multi-Kulti-Gesellschaft oder Ähnliches behandeln:

“Nein, hab ich nicht!”

“Doch klar hast du!”

“Nein, würd ich nie tun…”

“Oh doch!”

“Nein hab ich wirklich nicht!”

“Würdest du aber tun…

“Jaaa, ok, würde ich…aber jetzt grad hab ich nicht!”

Jedenfalls hat mein Nahrungsmitteldealer sich erdreistet, ohne jegliche Vorwarnung meine Lieblings-Sour-Cream aus dem Sortiment zu nehmen, woraufhin ich die Fischtheke (Iiiih, Fisch) noch mehr als sonst boykottierte. Scheissverein!

Man könnte mir jetzt vorwerfen, das sei kleinlich und wenn ich sonst keine Probleme habe, geht es mir ja gut – blablabla, ich kann’s nicht mehr hören! Lies doch mal weiter, ich freu mich ja auch nachher genauso übertrieben über andere Nichtigkeiten. Ich bin eben emotional, das bringt meine gepflegte weibliche Seite mit sich! Ich kann mich über alles aufregen:

  • Franzosen, die im Kreisverkehr nach links blinken (täglich)
  • Franzosen, die im Kreisverkehr beim Abbiegen nicht blinken (stündlich)
  • Franzosen, die am Verkehr teilneh (Sacre blöh!)
  • Leute, die Häckchen mit fucking “ck” schreiben (Denen hackt’s!)
  • Das Licht ist noch an und das Wurfmaterial für Lichtschalter-Dart geht aus (Ich bin morgens immer müde)
  • Wenn ich mal nicht recht habe (eigentlich nie)
  • Wenn ich recht habe, aber es keiner einsehen will (ständig)
  • Wenn ich weiß, dass ich eine Überraschung bekomme, aber nicht, um was es sich dabei handelt

Aber viel mehr kann ich mich über die kleinen Dinge des Alltags freuen:

  • Wenn ich es schaffe, im Stau noch einen Franzosen zu überholen (jeden Morgen)
  • Überraschungen, mögen sie auch noch so klein sein, wenn ich sie dann endlich bekomme (Kekse <3)
  • Wenn ich recht habe (ständig)
  • Wenn ich hinterher sagen kann: Ich hab’s euch doch gesagt! (Hah!)
  • Schlechte Wortwitze
  • Schlechte Witze
  • Schüttelreime

Und heute, nach mindestens 2 Wochen (die sich mehr wie 2 Jahre anfühlten), hab ich meine Sour Cream gefunden. Zum Glück bin ich noch so jung, dass es süß aussieht, wenn ich grazil wie eine Ballerina mit Zementballerinas durch den PorzellanLaden tanze, denn ansonsten müsste mir mein tarzanartiger Freudenschrei mit anschließendem Freudentanz wohl doch peinlich sein.

Dank des Internets habe ich wohl mehr nackte Menschen gesehen als alle meine Vorfahren zusammen. Denkt mal drüber nach.

Die Eloquenzbestie – oder Neues von Karl

Okay, ich gestehe. Ich habe ihn gesehen. The Interview (Trailer).

Jaaaa und?

-Jeder Leser

Aber genau darum geht es. Eine anonyme Hackergruppe hat ja bekannterweise Sony ziemlich auseinandergenommen, ein paar unveröffentlichte Filme und Millionen an internen Mails und andere Daten ins Internet geladen und Drohungen veröffentlicht, damit dieser Film nicht veröffentlicht wird. Hat nicht ganz geklappt, Amerika schob die Schuld dafür Nordkorea in die Schuhe, die stritten alles ab und so war jeder beschäftigt. Und ich dachte die ganze Zeit: “1. Was haben die eigentlich alle für ein verkacktes Problem? 2. Irgendwann mal schau ich den vielleicht an, einfach weil ich kann, und weil ich Seth Rogens Lache witzig finde. Und ich finde, dass man Diktatoren allesamt mit Humor bekämpfen sollte, weil die das mit am härtesten trifft.”

Aber genug der Polemie. Es gibt Wichtigeres als so eine beknackte Dikatur irgendwo am anderen Ende der Welt! Der wahre Schrecken passiert nämlich hier, in meinem Bett: Ich! Ich bin krank!

Irgendwo zwischen Männerschnupfen, tödlichem Killervirus und Sporenbombe (vielleicht weil ich “The Interview” gesehen habe?) hin- und hergerissen, leide ich tapfer vor mich hin. Und ich übertreibe nicht. Heute wöcht sich diese Tragödie schon, seit letztem Samstag liege ich flach. Und ich bin so krank, dass ich mittlerweile Packungsbeilagen wieder zusammenfalten kann! Ich riskiere sogar seit genau einer Woche eine Zahnfehlstellung, denn ich trinke prinzipiell nur noch aus dem Strohhalm. Warum? Nun, der Arzt hat gesagt, ich soll viel trinken und ich hab mal gehört, dass man mit Strohhalm mehr trinkt. Und es sieht viel bemitleidenswerter aus.

Deshalb liege ich die ganze Zeit nur herum. Manchmal sitze ich auch, aber das wird auf Dauer anstrengend. Stehen oder laufen sowieso. Ich musste schon 2 Mal zum Arzt, was ich immer mit dem anschließenden Apothekengang verband, und das hab ich zu Fuß getan, was für die nächsten 2 Wochen wohl genug Bewegung war.

Dabei friere ich prinzipiell (schwitzen kann man, wenn man tot ist) und nehme immer bei 39.5°C Fieber eine Paracetamol. Es geht ca. 15 Minuten, bis deren Wirkung einsetzt, dann sterbe ich.

Also nicht wörtlich, aber ich beginne zu schwitzen und da muss ich ja konsequent bleiben jetzt. Das Fieber sinkt, ich kann unauffällig aufs Klo und mein Trinken auffüllen gehen, bevor mein Körper merkt, dass ich nicht im Bett liege, worauf er sonst nämlich aus Prinzip mit Schüttelfrost reagieren würde.

So, jetzt habe ich einen Hauptteil, der nicht zur Einleitung passt, keinen Schluss und eine Überschrift die mal gar nichts mit dem Thema zu tun hat. Das hat diesmal überraschend lange gedauert. Aber ich bin ja schließlich krank!

P.S.: Mit Karl war ich neulich beim Pubquiz. Da das ewig nicht los ging und wir schon Zettel und Stift bereit hielten, schlug ich vor, ein paar mögliche Antworten schon im Vorraus aufzuschreiben. Wir einigten uns stumm, sahen uns an und sprachen beide gleichzeitig unseren jeweiligen Vorschlag aus:

Penis

Eloquent.