Flashbash des Monats

Der Schüttelreim des Monats ist:

Bei wem sich Geist und Fresse paaren,
wird stets gut mit der Presse fahren.

Der schlechteste Wortwitz des Monats lautet:

Richter: “Gab es in Ihrer Familie jemals einen Fall von Inzest?” Angeklagter: “Mit Nichten

Undefinition des Monats:

Totalitourismus, der: Bildungsreisen zum Kennenlernen totalitärer Regierungssysteme in fremden Ländern.

Ironie des Monats:

Die wilde Seite von Karlsruhe ist eine Toilette. Eine öffentliche.

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Von Menschen, Streiks und Schlafengehen…

Manchmal möchte man den Menschen, die sich gerade in der näheren Umgebung befinden, einen High-Five geben. Ins Gesicht. Mit einem Stuhl. Hab ich mal gehört. Man könnte mir jetzt latente Aggressionen unterstellen und mich zum Kopfdoktor für Systemopfer schicken, man könnte mir aber auch einfach recht geben. Dann könnte ich aufhören, diesen Blogeintrag zu schreiben und mich ins Bett legen. Welches ich sehr gern habe. Klar, wer mag sein Bett nicht? Ich kann diese ganzen kleinen Kinder nicht mehr verstehen (zu denen ich früher auch gehörte), die nicht ins Bett wollen.

Klar, früher war ich bei meinen Eltern auch für meine “Verzögerungstaktik” bekannt. Da fällt einem kurz vor dem Schlafen gehen noch dieses und jenes ein, nur damit man nicht schlafen gehen muss. Als ob es einen Wettkampf mit sich selbst gäbe, den Rekord für spät ins Bett gehen zu knacken. An alle, die noch in dieser Phase sind: Genießt es.

Diese Phase ist dann vorbei, wenn man zum ersten Mal durchgemacht hat und direkt zur Arbeit musste. Ab dann ist man nämlich um jede Minute froh, die man im Bett liegen kann, ohne die nächste Verpflichtung im Kooopf zu haben. Und so ein Bett bietet ja unglaublich viel Potential und Abwechslung. Ein Schelm, wer jetzt an Sex denkt. Auch alleine kann ich mich im Bett beschäftigen. Das könnte man jetzt schon wieder falsch verstehen. Das meine ich aber nicht: Mich ins Bett zu legen ist ein Abenteuer für sich: Erst mal geht es um die richtige Klamottenwahl, abhängig von Zimmer-, Außen- und Körpertemperatur und verfügbarem Abdeckmaterial. Wenn man betrunken ist, fällt man ja einfach so, wie man ist, ins Bett. Aber nüchtern geht dem Zubettgehen ein langwieriger Entscheidungsprozess voran:

  1. Wann lege ich mich hin?
  2. Auf welcher Seite des Bettes schlafe ich heute (sprich: welche Seite muss ich frei räumen?)
  3. Was mach ich noch, sobald ich im Bett liege, damit ich noch nicht schlafen muss?
  4. Was ziehe ich an bzw. aus?
  5. usw.

Viel schlimmer ist dann aber das Hinlegen an sich. Möchte ich grade auf dem Bauch liegen oder auf der Seite? Ganz zugedeckt? Die Beine frei?

Ihr merkt schon, ich sammle eigentlich gerade Argumente dafür, jeden Abend betrunken ins Bett zu fallen.

So, genug  vom Thema abgekommen: Der High-Five ins Gesicht geht natürlich heute an Weselsky, der mir nach meinem 5-wöchigen Blogstreik nun mit einem unbefristeten Streik den Kampf ansagt. Blasphemie!!!

Zur allgemeinen Erheiterung hier noch der Wortwitz der Woche:

Totalitourismus, der: Das Reisen zum Zwecke des Kennenlernens totalitärer Regierungssysteme in fremden Ländern.

Diese 3 Zonen meiner Gedankenwelt werden dein Leben komplett verändern

Musik ist nur gut, wenn sie laut ist!

-Ludwig van Beethoven


Wenn ich auf mein Dashboard blicke, fragt mich mein WordPress immer, was mich gerade beschäftigt. Das ist sicher total nett gemeint, ist es doch eine Aufforderung, meine Gedanken niederzuschreiben, mit der Welt zu teilen, was mir durch den Kopf geht. Gute Idee….oder? Vermutlich nicht, denn meine Gedankenwelt ist sozusagen in drei Besatzungszonen aufgeteilt:

Zone 1 – Nicht normal, aber normalverteilt:

Zone 1 ist vermutlich die normalste, eine die die meisten Menschen kennen, ist es doch jene, die mir hilft, in dieser Welt zu leben. Sie enthält alles, was man so unter Allgemeinbildung enthält, beschäftigt sich mit Terminen, der Uni und der Arbeit und kann sich Songtexte und unnützes Wissen besser merken als die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung oder die Gütekriterien der Marktforschung (Validität, Reliabilität und Repräsentativität, ja ok, ich kenn sie ja doch). Diese Zone ist wohl die, die die meisten Leute kennen, die mich nicht wirklich kennen. Sie ist langweilig aber notwendig. Genau deshalb ist sie wenig tauglich dafür, Beiträge für diesen Blog zu produzieren. Denn ernsthaft, wer möchte hier schon eine Auflistung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung lesen? Oder den Songtext zu “Not Afraid” von Eminem? Oder die Tatsache, dass Faultiere manchmal beim Astwechsel statt des nächsten Astes ihren eigenen Arm greifen und vom Baum fallen? Eben, niemand.

Zone 2 – Sigmund Freuds Lieblingsspielzeug:

Die zweite Besatzungszone ist die, die sich mit Persönlichem und Privatem beschäftigt. Sie singt bei Gisbert zu Knyphausen mit und spielt Gitarre. Was sie beschäftigt, wäre für den ein oder anderen sicher interessant, aber hier schaltet sich die Zone 1 ein und verhindert, dass das hier ein emotionaler Beziehungs-Lifestyle-Sorgen-Tagebuch ist. Wessen Ironiedetektor gerade zu keinem eindeutigen Ergebnis kommt, dem ist wohl nicht mehr zu helfen.

Zone 3 – Die letzte Überraschung der Ewigkeit:

Des Pudels wahrer Kern, mein dunkles, kaffeeabhängiges Geheimnis. Königin der schlechten Wortwitze und des flachen Humors ist sie wohl verantwortlich für >90% des hier Geschriebenen. Sie beschäftigt sich mit den wirklich wichtigen Dingen des Lebens:

Ist das Meer etwa so blau, weil  Tintenfische seit Jahrtausenden versuchen, ihre Gedanken schriftlich festzuhalten? Ist Kuchen wichtiger als Sex? Ist es etwa ein Wunder, dass aus einem messerscharfen Verstand oft sehr bestechende Gedanken hervorgehen?

Zone 3 würde gerne ein Restaurant eröffnen, in dem man im Pool liegend zu Mittag isst, das dann “Lunchbecken” nennen und eine Tür weiter im “Haarhaus Fall” Perücken und Alpecin verkaufen.

Zone 3 beschäftigt mich nicht, sie beschäftigt sich selbst. Und manchmal schreibt sie eben Blogbeiträge. Oder Überlebenstipps:

Woran du merkst, dass du zu früh nach Hause gehst:

  1. Es ist noch hell.
  2. Die Bahn fährt noch.

Woran du merkst, dass du zu spät nach Hause gehst:

  1. Es wird schon hell.
  2. Die Bahn fährt wieder.

Ich danke der Academy!