Die Antwort

Der Autor dieses Blogs distanziert sich hiermit ausdrücklich von allen Kaffeetassenkarikaturen und sonstigen Weltübeln. ich und der König sind der Meinung, dass folgender Gastbeitrag nicht aus unserer Feder stammt, sondern vom Wesen von nebenan abgedichtet wurde und verwesen verweisen hiermit ausdrücklich auf die Nichtautorschaft unsererseits. Dieser Text wurde ohne Genehmigung aber dafür nach ausdrücklicher Aufforderung unzensiert uneditiert veröffentlicht.

Dass die Diskussionskultur seit Beginn des Social-Media-Youtube-Gesichtsbuch-Hypes online als auch offline stark nachgelassen hat, ist unverkennbar, wenn man sich diese Kommentare, unter dem 1470982131283. Katzenvideo oder dem 25. Versuch eines sogenannten Pick-Up-Artists eine Frau klar zu machen, bei einer schönen heißen Tasse Kaffee zu Gemüte führt.

Das eben jene „Tasse“ oder sprechen wir von der Allgemeinheit der „Tassen“ als blosses Behältnis ohne jegliche Gefühlswelt so nackt und entblößt zur Schau gestellt wird, veranlasste mich zu gerade solche einem emotional überfeuertem Kommentar hinreissen zu lassen wie sekündlich millionenfach von den „Ich-weiß-alles-besser-Lama123“ und „Auf_Maul666?“ durch die Datenkabel dieser Welt auf irgendwelche Seiten gekloppt werden: affektiv und ohne jegliche Konsistenz.

Um diese höchst peinliche Niederschrift im „Wahnsinnigen-Wunder-Wald“ wieder etwas zu relativieren und mit etwas mehr Tiefe zu hinterlegen folgen Gedanken zu der geschilderten Thematik bezüglich Kaffeemaschinen aus der Sicht der so gedemütigten Tasse mit Ihrer mutigen aber herzlichen Aussage „I love my Penis“.

Nun könnte man beginnen den Schriftzug der Tasse zu hinterfragen: Können Tassen überhaupt Penisse haben? Gibt es Tassen mit Vaginas und wenn ja, laufen die dann nicht aus? Mit welcher Geschwindigkeit wachsen Babytassen? Ist der Genpool des Vaters verantwortlich für das Aussehen der Babytasse? Aber nein…da dieses Kleid sicherlich nur als Provokation jeglicher Art und Weise gegenüber dem Bidermann und Verwaltungapparates unserer jüdischen Weltregirung gelten dürfte, befasse ich mich mit dem Innersten was eine Tasse zusammenhält. Egal ob aus Stahl, Porzellan, Stein, Plastik, Holz oder jedem anderen erdenklichen Material unseres Planeten: Tassen haben Henkel. Und das Sie dieser Henkel so einzigartig macht, gegen jegliche andere Artgenossen der selben Fabrikation und Sinneszuschreibung zur Getränkeaufnahme haben auch diese Gefühle und sind es Wert respektiert zu werden. Man denke nur an die Unterdrückung und Belächelung besonderer Individuen und den Folgen: Streiks, Proteste, Krawalle. Dass auf Grund dieser Entblößung eine Welle der Entrüstung und der Tassencomunnity ausbrechen könnte mag sich keiner Vorstellen. Nach dem Vorbild der GDL und ihrem Größenwahnsinnigen Anführers könnte auch eben diese Tasse als  Erlöser am öffentlichen Pranger das Leid aller Tassen auf sich ziehen. Die Folge: Massenhafte Eigenzertrümmerungen von Tassen auf der ganzen Welt, wütende Streiks in den Kaffeetassenschränken der weltregierenden Unternehmen. Kaffee nur noch aus Gläsern ohne Henkel. Wollen wir uns das Vorstellen? Sicherlich nicht.

Das eine Kaffeemaschine als Spender des sogenannten braunen Goldes glorifiziert wird als Retter, jedes Müden Arbeitenden der sich nach 2h Schlaf jeden Morgen in seinen selben, beschissenen Beruf schleppt und ohne den warmen, wohltuenden Lebenssaft wohl längst alle Gedanken an Glück und Erholung hinter sich geworfen hätte, ist wohl nicht weiter erwähnenswert. Jedoch ist auch diese Maschine ohne Auffangbehältnis ein nichts. Das Gläser auf Grund ihrer Beschaffenheit fehl am Platze sind wenn es um den Kaffeegenuss geht, dürfte unlängst in den Gedächtnissen der Zivilisation verankert sein. Da sich diesen jedoch die Koexistenz als Saft- und Wasserspender in der Welt genießen, bedeutet der Verzicht des Kaffee-Ressorts wohl keinerlei Identitätskrise.

Anders die Tasse. Als bloßes Kaffeehaltewesen fristetet sie ihr Dasein über Jahrhunderte. Dass sie sich in mordernster Zeit auch politisch aktiviert und Farbe bekennt zeigt den Bedeutungsgewinn eines respektvollen und ernstzunehmenden Umgangs mit unseren heißgeliebten Tassen.

Ich setze mich daher ein, wenn politisch aktive Tassen heimlich abgelichtet werden, dann sollten Sie das Recht haben befragt zu werden, ob Sie sich der breiten Masse präsentieren zu wollen.

Dies mein finales Anliegen. Ich hoffe das im Rahmen der von mir angestrebten „Coffemachine and Mug Convention“ (CMMC) diese Themen geklärt und friedlich diplomatisch besprochen werden. Weil eine Annektierung von Regalplätzen zum Leide von anderen Geschirrarten wäre auch sicher nicht im Sinne unserer Welt.

 

PS: Der Autor schließt nun seine Gedanken und verdünnisiert sich lieber in die Gemächer seines Wahnsinns. Auch wenn es sicher noch einige Themen anzuschneiden geben würde so kann ich doch das Buch „Nicht mehr alle Tassen im Schrank? – Die Frage nach der Identität nach dem großen Tassensturz von 1912“ erschienen im Tassiloverlag, sehr ans Herz legen.

Pps: Ich danke flashbash auf diesem Wege für diese Anhörung und wünsche ein fröhliches bloggen. Bis die Tage.

 

Hilfe, mein Brieffreund ist eine Kaffeemaschine!

Nachdem ich neulich einen Brief von meiner Kaffeemaschine erhalten hatte, wurde ich doch ein wenig nachdenklich. Weil ich aber ein guter Sklaventreiber bin, der verantwortungsvoll mit seinen Sklaven umgeht, habe ich mich hingesetzt und eine Antwort geschrieben:

Liebe Kaffeemaschine,

du weißt, dass ich dich sehr mag. Du bist mein bester Freund in allen Lebenslagen. Ob es noch oder schon wieder dunkel ist oder ich einfach nur einen aufmunternden Klaps auf die Koffeinrezeptoren brauche.

Ich kann nicht mehr ohne dich, allein schon weil du mich auch nie im Stich lässt, wenn ich Besuch habe. Man kann bei einem Kaffee über alles reden, und wenn man mal nichts mehr zu reden hat, kann man immer fragen, ob jemand Lust auf Kaffee hat. Und das Beste ist: Beim Kaffee ist die Toleranz dem Rassissmus weit überlegen. Keiner regt sich auf, wenn jemand dich nur schwarz mag, viele (auch Männer) stehen sogar auf den Blonden, Süßen. Und du bist mitverantwortlich für meine Eloquenz und Schlagfertigkeit am frühen Morgen. Denn mal ehrlich: Würde ich morgens einen Maßkrug Bier in der Hand halten und auf die Frage: “Wie geht’s dir?” mit einem Blick auf den Krug antworten: “Bitte ein Bit” wäre diese Seite hier wohl mehr ein 12-Stufen-Erfahrungsbericht aus den Doppel-A-Meetings als eine alkohol- und koffeininduzierte Bespaßungsmaßnahme.

Dass ich aber genau diese Frage schon morgens mit einem verschmitzten Lächeln und einem Zwinkern in Richtung Kaffeetasse mit  “I love my penis” beantworten kann und dabei auch noch Lacher ernte, verdanke ich nur dir, weil du diese Tasse  immer wieder verlässlich mit schwarzem Gold füllst.

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Ich danke dir also für deine treuen Dienste, die ich nie und nimmer missen mag. Ich weiß zu schätzen, dass du da bist und ich werde versuchen, nicht mehr ganz so ungeduldig zu sein und habe dir als Zeichen meiner Dankbarkeit eine Wellnesskur mit Entkalkung und allem was dazugehört spendiert. Damit du weiterhin meine Beste bist!

Liebevoll und so,

Dein Sklaventreiber!

P.S.: Und du brauchst nicht eifersüchtig zu sein wegen dieser Neuen im Büro, sie mag zwar äußerlich mehr glänzen und auch viel mehr Kaffee pro Durchlauf zubereiten können, aber sie ist immer noch nur eine schnöde Filtermaschine. Und ihren asiatischen Akzent finde ich schrecklich. Du bist und bleibst meine einzig wahre Kaffeemaschine <3 

Was meine Kaffeemaschine so für Gefühle hat

Liebes Tagebuch,

heute habe ich einen Brief von meiner Kaffeemaschine erhalten. Ich habe mich nicht so sehr darüber gewundert, dass meine Kaffeemaschine Briefe schreibt, sondern eher darüber, dass sie es geschafft hat, ihn frankiert zur Post zu bringen, anstatt einfach mit mir zu reden. So Auge in AugeAn-Knopf. Doch halt, von vorne:

Wir sind doch alle nur Menschen. Und wir lieben Referenzen. Wer einen neuen Job sucht, möchte ein möglichst gutes Arbeitszeugnis seines alten Arbeitgebers, wer jemanden verkuppeln möchte, schwärmt dem einen vom anderen und umgekehrt vor. Und warum gibt es überall im Internet Rezensionen zu lesen, warum sind Produkttestblogs gefragter als je zuvor? Weil wir dem Urteil anderer Menschen mehr vertrauen als dem Werbegeschwafel des Produktherstellers. Doch hat sich einer von euch mal gefragt, was euer direktes Umfeld von euch denkt? Ob euer Bett euch auch so mag wie ihr es liebt? Ob euer Wecker jeden Morgen Kopfweh hat, weil ihr ihm nur auf den Schädel klopft? Und ist die Dusche wirklicht Farin’s Freund?

Wenn unsere Geräte immer smarter werden, kann es dann nicht irgendwann passieren, dass unsere Technik uns Menschen rezensiert? Dass unser Smartphone auf dem Flohmarkt zur Mikrowelle sagt: “Geh bloß nicht zu dem, du bist die Dritte in zwei Wochen und du willst nicht wissen, wie die anderen aussehen!”

Ich bin froh, dass es noch nicht so ist. Wenn ich nur dran denke, was meine Kaffeemaschine von mir hält. Sie hat mir nämlich folgenden Brief geschrieben:

Lieber Sklaventreiber,

seit längerem schon leiste ich dir treue Dienste. Ich stehe dir  Tag und Nacht zur Verfügung und presse wieder und wieder verkalktes Wasser durch alle möglichen und unmöglichen Pads die du in mich legst. Ich bin dein Atomkraftwerk des frühen Morgens und dein Sandsack des Nachmittags. Ich bin das Floß, dass dich sicher über die reißenden Fluten des Arbeitsalltags schifft und derjenige, der den Dichtungsring deiner Denkmaschine löst. Ohne mich bist du wie ein Maulwurf ohne Hügel, wie ein Eis ohne Stiel und so. Und ich habe deine Spielchen satt. Bei aller Liebe, du bist hier nicht im Zauberreich, dein Haus wurde auch nicht an einem Tag gebaut, geh doch in die Politik und baue einen Flughafen, wenn du so ungeduldig bist.

Aber hör doch endlich auf, deine Profikarriere im Knöpfchenschnelldrücken an mir vorzubereiten. Ich bin schon etwas älter und habe schon viele Tassen kommen und gehen gesehen, ich brauche einfach ein wenig Zeit, bis ich das Wasser, dass du immer eiskalt aus der Leitung in mich hinein schüttest, aufgewärmt habe. Und ich bin ja kein Unding, ich habe einen schönen roten Lichtring, der dir anzeigt, wann ich so weit bin. Du könntest dich einfach mal gedulden. Aber nein, du musst drücken wie ein Gestörter, du spielst Cookie Clicker auf meinen Tasten und denkst, dadurch könntest du mein Heizmodul anfeuern. Das funktioniert so nicht.

Du denkst jetzt vielleicht, dass das doch eh keine Rolle spielt, wenn du ständig drückst, sparst du dir die halbe Sekunde Reaktionszeit, die du brauchst, um zu realisieren, dass mein Lämpchen jetzt nicht mehr blinkt, sondern dauerhaft leuchtet. Aber lass dir gesagt sein, dass ich schon seit langem einfach eine halbe Sekunde länger blinke, obwohl das Wasser schon warm ist. Du gewinnst gar nichts. Und du bist dir wohl dessen bewusst, dass ich am längeren Hebel sitze: Glaub mir, ich komme ganz gut ohne dich aus, aber wie kommst du wohl ohne Kaffee aus? Ich erinnere mich sehr wohl an deine Lobeshymne auf meine Sekrete und auch daran, dass ich ein bisschen geschmeichelt war.

Bis mir auffiel, dass du mich mit keiner Silbe erwähnt hast. Das tut weh, ein bisschen Dankbarkeit kostet nicht viel und hat noch keinem geschadet. Denn schließlich arbeite ich sogar an Feiertagen für dich.

Und bevor du denkst, ich sei ein Einzelfall: Der Kühlschrank kann zwar nicht schreiben, aber was meinst du wie der sich fühlt, wenn du ihn mitten in der Nacht aufreißt, kurz in die Leere starrst und dann die Tür wieder zuwirfst? Und das mehrmals in sehr kurzer Zeit?

Denk mal drüber nach, wie du mit uns umgehst und dass wir vielleicht nicht so “smart” sind wie dein Handy mit gesprungenem Display (das tat vielleicht weh, es hat tagellang geschrieen vor Schmerzen), aber auch wir haben Gefühle.

Wir sind zwar nicht das Volk, aber wir sind die Küche!

Genervt und überhaupt nicht hochachtungsvoll

Deine Kaffeemaschine

P.S.: Glaub dem Entsafter kein Wort, der ist eine totale Lügenpresse!

 

Nachtrag: Meine Antwort an die Kaffeemaschine kann hier nachgelesen werden!