Kategorie: Dichte Kunst

Ein Spiel, das ich gerne spiele: Nenn mir drei beliebige Worte und ich baue eine Geschichte damit. Oder ein Gedicht. Manchmal kommt so etwas dabei raus: Vorgegebene Worte: Kolibri, Federn Buchrücken Ergebnis: Ein Buch ist wie ein Kolibri,  Ist festgeschrieben und ruht nie.  Es sieht nicht ein den Lauf der Zeit,  Der zwar nur rennt doch nicht verweilt,  So sieht es nie, voller Entzücken,  Die Federn, die den Vogel schmücken.  Und bleibt derweil, ein Lederband Mit Blättern in der Hinterhand,  Von wo die Worte sich selbst pflücken So leicht so frei, von dem Buchrücken

Dichte Kunst

Ich habe in meinem Leben viel über Farben gelernt, kann als Mann Pink, Rosa und Lila unterscheiden und finde trotzdem noch, das Beige ein seltsames Wort ist. Ich habe immer noch niemanden gefunden, der mir nachvollziehbar erklärt, warum bestimmte Farben zueinander passen und andere wiederum nicht. Ich kann verstehen, dass das Geschmackssache ist, aber diese universellen Farbregeln verstehe ich immer noch nicht. Schlimmer noch finde ich es, Farben und ihren Farbtönen immer differenziertere, kompliziertere Namen zu geben und so zu tun als wäre das völlig in Ordnung. Klar, Lachse sind lachsfarben, aber sind dann auch Katzen katzfarben? Und wenn mir jetzt jemand sagt, dass Katzen unterschiedliche Farben haben: Your argument is invalid. Da Lachse Produkte der Natur sind, können sie gar nicht alle die gleiche Farbe haben, denn die Natur ist nie perfekt. Immerhin hat sie dich und mich hervorgebracht 😉 Wenn man sich also darüber im Klaren ist, dass…

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Da ich gerne und viel mit Sprache zu tun habe, passiert es mir oft, dass ich darüber nachdenke, warum etwas so heißt, wie es heißt oder woher dieser oder jene Ausdruck herrührt. Der Fachmann nennt diese Wissenschaft die Etymologie. Da ich interessante Dinge immer meinen Freunden erzähle, halte ich oft Etymonologe. Die sehen dann ungefähr so aus:

Kennt ihr das, wenn ihr vor lauter Schreck und Ekel keine ganzen Sätze mehr bilden könnt und dem herbeieilenden Retter nur die Schlagworte zuwerft, die ihm bei der Waffenauswahl behilflich sein werden? Ich auch! Da unser 1914 gebautes Haus Spinnen beherbergt, die mehrere Weltkriege und Eurovision Song Contests überstanden haben, haben wir es hier ständig mit einer ganz gemeinen Spezies von Spinnen zu tun:

Dichte Kunst Etymonolog

Was war das doch für eine Woche. Ich habe bewusst kein Adjektiv vor „Woche“ verwendet, damit sich jeder angesprochen fühlt. So wie bei Horoskopen.

Ich bin momentan in der Praxisphase des Semester, was bedeutet, dass ich die Theorie aus der Uni direkt im Unternehmen in die Praxis umsetzen kann dass ich einen geregelten Tagesablauf und wenig Freizeit habe. Während ich mich also jeden Morgen um mindestens 4:00 Uhr aus dem Bett quälte, blieb meine Freundin liegen, um selbiges zu hüten. Trotz meines Hinweises, dass dieses doch auch ganz gut auf sich selbst aufpassen könne, schließlich wäre es auch noch nie weg gelaufen, blieb sie standhaft die ganze Woche krank, weshalb ich mich umso schwerer tat, meinen Körper aus dem Haus zu bewegen.

Dichte Kunst fuckmylife

Als Student lebt man ja meist ein recht bescheidenes Leben. Es wird in WGs gelebt, in Vorlesungen vorgelesen und ab und zu gönnt man sich eine Tütennudel. Herrlich einfach, das Bier kostet 0,45€ und Studiengebühren gibt’s ja auch nicht mehr. Der Asket ist in seinem Element. Auch in meiner bescheidenen Klause dominiert die Einfachheit. Die Möbel sind vom blauen Schweden um die Ecke, der Boden wellt sich ein bisschen und das Geschirr ist ungefähr so homogen wie die Leute von Pegida aber nicht halb so homophob wie…äh…ja gut, die Leute von Pegida. Ich bin ja kein Nazihasser, aber… Doch halt, was muss ich sehen? Ist das etwa….Nein, das kann nicht sein: Wir haben Klopapier. Und zwar nicht irgendeines, es ist auch noch vierlagig. Und flauschig und sicher. Steht zumindest drauf. Moment mal, flauschiges Klopapier ist ja schön, 4-lagig purer Luxus, aber was bitte ist „sicheres“ Klopapier? Früher, als die Welt…

Dichte Kunst fuckmylife

Manchmal möchte man den Menschen, die sich gerade in der näheren Umgebung befinden, einen High-Five geben. Ins Gesicht. Mit einem Stuhl. Hab ich mal gehört. Man könnte mir jetzt latente Aggressionen unterstellen und mich zum Kopfdoktor für Systemopfer schicken, man könnte mir aber auch einfach recht geben. Dann könnte ich aufhören, diesen Blogeintrag zu schreiben und mich ins Bett legen. Welches ich sehr gern habe. Klar, wer mag sein Bett nicht? Ich kann diese ganzen kleinen Kinder nicht mehr verstehen (zu denen ich früher auch gehörte), die nicht ins Bett wollen.

Klar, früher war ich bei meinen Eltern auch für meine “Verzögerungstaktik” bekannt. Da fällt einem kurz vor dem Schlafen gehen noch dieses und jenes ein, nur damit man nicht schlafen gehen muss. Als ob es einen Wettkampf mit sich selbst gäbe, den Rekord für spät ins Bett gehen zu knacken.

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Montage sind kacke!

Ich brauch das ja eigentlich nicht begründen. Jeder findet Montage kacke. Sogar diejenigen, die nur am Montag aber nicht auf Montage arbeiten. Haha! Der einzige Grund für die Existenz von Montagen ist der, dass man einen Tag braucht, um sich für die Taten und Handlungen, die am Wochenende davor geschehen waren, zu schämen.

Am Dienstag sollst du Dienst tun!

Ja, was ist dem sonst noch hinzuzufügen. Selbst wenn man außer Acht lässt, dass

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Die Fastenzeit ist nun endlich vorbei – man möchte sich eigentlich bei Gott bedanken, wenn er einem denn die Suppe, die man 40 Tage nicht essen durfte, nicht höchstpersönlich eingebrockt hätte. Alle Jahre wieder kommt hier nämlich der Osterhase, um 40 Tage Entschlackungskur und Darmbefreiung mit Schokolade und Backwerk nichtig zu machen.

„Was zum Teufel…?“, mag der verneigte geneigte Leser nun denken, „…du hast gefastet?“ Sanft kann ich beruhigen: „Das hat zwar weder mit Gott, dem Teufel und dem heiligen Himbeergeist (a.k.a. Die eilige Scheinheiligkeit) zu tun, aber ja, ich faste jedes Jahr.“

Auch ich zähle mich zu den selbsternannten Abstinenzlern und habe mich für 40 Tage in die symbolische Wüste begeben um dort allen möglichen Versuchungen

Allgemein Dichte Kunst

Der Autor dieses Blogs distanziert sich hiermit ausdrücklich von allen Kaffeetassenkarikaturen und sonstigen Weltübeln. ich und der König sind der Meinung, dass folgender Gastbeitrag nicht aus unserer Feder stammt, sondern vom Wesen von nebenan abgedichtet wurde und verwesen verweisen hiermit ausdrücklich auf die Nichtautorschaft unsererseits. Dieser Text wurde ohne Genehmigung aber dafür nach ausdrücklicher Aufforderung unzensiert uneditiert veröffentlicht.

Dass die Diskussionskultur seit Beginn des Social-Media-Youtube-Gesichtsbuch-Hypes online als auch offline stark nachgelassen hat, ist unverkennbar, wenn man sich diese Kommentare, unter dem 1470982131283. Katzenvideo oder dem 25. Versuch eines sogenannten Pick-Up-Artists eine Frau klar zu machen, bei einer schönen heißen Tasse Kaffee zu Gemüte führt.

Das eben jene „Tasse“ oder sprechen wir von der Allgemeinheit der „Tassen“ als blosses Behältnis ohne jegliche Gefühlswelt so nackt und entblößt zur Schau gestellt wird, veranlasste mich zu gerade solche einem emotional überfeuertem Kommentar hinreissen zu lassen wie sekündlich millionenfach von den „Ich-weiß-alles-besser-Lama123“ und „Auf_Maul666?“ durch die Datenkabel dieser Welt auf irgendwelche Seiten gekloppt werden: affektiv und ohne jegliche Konsistenz.

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Nachdem ich neulich einen Brief von meiner Kaffeemaschine erhalten hatte, wurde ich doch ein wenig nachdenklich. Weil ich aber ein guter Sklaventreiber bin, der verantwortungsvoll mit seinen Sklaven umgeht, habe ich mich hingesetzt und eine Antwort geschrieben:

Liebe Kaffeemaschine,

du weißt, dass ich dich sehr mag. Du bist mein bester Freund in allen Lebenslagen. Ob es noch oder schon wieder dunkel ist oder ich einfach nur einen aufmunternden Klaps auf die Koffeinrezeptoren brauche.

Ich kann nicht mehr ohne dich, allein schon weil du mich auch nie im Stich lässt, wenn ich Besuch habe. Man kann bei einem Kaffee über alles reden, und wenn man mal nichts mehr zu reden hat, kann man immer fragen, ob jemand Lust auf Kaffee hat. Und das Beste ist: Beim Kaffee ist die Toleranz dem Rassissmus weit überlegen. Keiner regt sich auf, wenn jemand dich nur schwarz mag, viele (auch Männer) stehen sogar auf den Blonden, Süßen.

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