Schlagwort: leben

In der Zeit für Kinder von Kindern (ze.tt) habe ich neulich von einem neuen wissenschaftlichen Maßstab für die Bewertung von Lebenssituationen gelesen, den ich von nun an auf alles anwenden werde. Der Autor des Artikels „Warum alleine wohnen millionenfach besser ist als eigentlich alles“ führt in seinem Werk zu Beginn kurz zwei Nachteile des Allein-Lebens auf, um dann in einer Buzzfeed-artigen Liste zehn Vorteile zu listen. Zwei Nachteile und zehn Vorteile bringen ihn sodann zur nicht zu vernachlässigenden Conclusio: Alleine Wohnen ist millionenfach besser als eigentlich alles. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Millionenfach besser! Als eigentlich alles! Nicht nur ist die Tatsache, alleine zu wohnen für den Autor besser als überhaupt zu leben, Sex, Kuchen oder der Weltfrieden, es ist ja millionenfach besser als alles. Nicht alles andere. Alleine wohnen ist millionenfach besser als alleine wohnen. Eigentlich. Wenn der Autor drei Wünsche bei einem Flaschengeist…

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Oder: Tiere zurück ins Tierreich, wo sie hingehören!

Ich bin ja kein Tierquäler, aber bei manchen Tieren könnte ich einer werden. Bevor jetzt hier ein #Aufschrei durch die Netzgemeinde klingt, lasst mich erst mal ausredenschreiben:

Ich habe nichts gegen Tiere, ja wir haben sogar mehrere davon in unserer Nachbarschaft. Und es ist ja nicht so, dass ich mir wünsche, dass die ins Tierreich abgeschoben werden. Nur muss man zwischen den Tieren unterscheiden. Da gibt es nämlich auch solche und solche.

So zum Beispiel der eine Nachbarshund,

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Die Fastenzeit ist nun endlich vorbei – man möchte sich eigentlich bei Gott bedanken, wenn er einem denn die Suppe, die man 40 Tage nicht essen durfte, nicht höchstpersönlich eingebrockt hätte. Alle Jahre wieder kommt hier nämlich der Osterhase, um 40 Tage Entschlackungskur und Darmbefreiung mit Schokolade und Backwerk nichtig zu machen.

„Was zum Teufel…?“, mag der verneigte geneigte Leser nun denken, „…du hast gefastet?“ Sanft kann ich beruhigen: „Das hat zwar weder mit Gott, dem Teufel und dem heiligen Himbeergeist (a.k.a. Die eilige Scheinheiligkeit) zu tun, aber ja, ich faste jedes Jahr.“

Auch ich zähle mich zu den selbsternannten Abstinenzlern und habe mich für 40 Tage in die symbolische Wüste begeben um dort allen möglichen Versuchungen

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Ich hab ja nichts gegen Kafka. Der Gute war ja ein anständiger Mann, der nicht wollte, dass sich arme Schüler oder andere Menschen mit den wirren Gedanken seines Hirns beschäftigen müssen. Ich glaube, er hat geschrieben, um sich Platz zu schaffen und weil er sonst an seiner Gedankenwelt zugrunde gegangen wäre. Max Brod hingegen ist ein richtiges Schwein. Wer die Geschichte nicht kennt: Max Brod war der beste Freund von Franz und als dieser am Ende seines Lebens auf dem Sterbebett lag, hatte er nur den einen Wunsch: Max solle doch seine Werke vernichten. Und was tat Max? Er willigte ein und versprach dem Franz, dass er jede noch so kleine Seite beschriebenes Papier zerstören würde. Glücklich und zufrieden entschlief Kafka, nicht ahnend, dass er das Opfer des zweitgrößten Verrats in der Geschichte der Bros werden würde.  Denn was erwartet ein Bro von dem anderen, wenn dieser ihm am Sterbebett…

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Papier ist ja bekanntlich geduldig. Ich nicht!

Wir warten ja ständig, auf Weihnachten oder unseren Geburtstag, auf den Handwerker, auf die Freundin, wenn sie sich noch kurz richten muss (was noch dauern kann), auf das jüngste Gericht (was eher kommt) oder auf sonst irgendwas.

Und ich hasse warten. Warten ist dieser angespannte Zustand der Erkenntnis des baldigen Eintritts eines Ereignisses, der uns davon abhält, währenddessen etwas sinnvolles zu tun. Ob im Wartezimmer beim Arzt oder im Supermarkt an der Kasse, wer nutzt denn diese Zeit schon sinnvoll? Nein, man steht oder sitzt nebeneinander, vermeidet möglichst den Blickkontakt und versucht, nicht allzu sehr aufzufallen.

Bei mir ist das heute aber anders. Wie ein kleines Kind sitze ich auf

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…hat uns wieder. Es ist schon unglaublich, wie schnell man wieder in das normale Leben zurückkehrt. Nachdem ich zwei Monate mit meiner Freundin durch die USA gereist bin, sind wir am Freitag Nachmittag wieder in Zürich gelandet. Unsere Eltern haben sich sehr gefreut, dass wir wieder heil angekommen sind. Natürlich sind wir dann am Samstag erstmal mit Freunden was trinken gewesen, und jedem den man trifft, darf man wieder das gleiche erzählen. Auch der Sonntag bestand hauptsächlich daraus, mit Freunden etwas zu unternehmen. Aber der Hauch des Neuen verfliegt schnell; nach exzessivem Austausch von Neuigkeiten ist man schnell wieder bei den selben Gesprächsthemen wie vor zwei Monaten angelangt. Meine Freundin ist heute schon wieder am Arbeiten, wohingegen ich noch 2 Wochen Zeit habe, mich zu akklimatisieren und mir eine Wohnung zu suchen…prinzipiell das gleiche, was ich auch vor dem Urlaub schon gemacht habe. Ich werde mal noch ein paar Fotos aus…

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