Hey Blogger, ihr seid nur Marionetten der Werbeindustrie!

Ich glaube ja, dass da jemand an der Uhr dreht. Als halbwegs anständiger Blogger versuche ich ja, einigermaßen regelmäßig etwas zu schreiben, diesen Anspruch habe ich an mich!

Langsam glaube ich aber, dass an der Weltuhr ein kichernder Kobold sitzt, der schadenfroh die Uhr vordreht, damit immer längere Lücken zwischen meinen Beiträgen entstehen. Gestern erst habe ich doch den Artikel über Ikea geschrieben; schaue ich aber auf das Datum, ist das auch schon wieder 5 Tage her.

So bleibt mir nichts anderes übrig, als der Zeit hinterher zu rennen und zu hoffen, dass meine Unzulänglichkeit niemandem auffällt.

Auch wenn mir dann vorgeworfen wird, eine Marionette der Werbeindustrie zu sein. Alles Lüge! Ich finde es ja schön, wenn jemand seine Meinung kund tut, aber dieses randomisierte Umsich-Schlagen Oh, das war gar nicht auf mich bezogen? Dann hast du ja noch einmal Glück gehabt, liebe Natalie Mayroth von der Neuen Elite. Ich war kurz davor, deinen Beitrag zu zerpflücken, ihn auszudrucken, mir damit die Nase zu schnäuzen, davon ein Foto zu machen und es im ganzen World Wide Web zu verbreiten, um dir die Meinung zu geigen. Aber in Anbetracht der Dinge reicht es dann wohl, wenn ich den geschätzten Leser darauf aufmerksam mache, dass dieser Artikel wohl nur dazu dient, mit einer möglichst polarisierenden Überschrift und Meinung, möglichst viel Reaktion zu produzieren. Hat euch meine Überschrift auch erst mal aufgeregt und habt ihr wutentbrannt auf den Artikel geklickt, nur um in den Kommentaren mal so richtig Dampf abzulassen? Willkommen in der psychologischen Kriegsführung!

Es lohnt sich gar nicht, sich über diese Aufmerksamkeits-Fischerei aufzuregen. Es ist völlig sinnlos, zu fragen, ob den die lieben Produkttester-Blogs wissen, was sie da eigentlich tun, wenn sie, ich zitiere „anderen eure vermeintlich persönlichen Favoriten vorzugaukeln?“. Denn es kommt nicht darauf an, ob der Verfasser des Textes merkt, was er da tut, wichtig ist, dass der Leser merkt, was er da liest. Und Natalie hat uns ja erfolgreich bewiesen, dass sie zwischen „lieblos getexteter Werbung“ und „einem redaktionell aufbereiteten Beitrag“ sehr wohl unterscheiden kann. Was mich stört an dem gesamten Artikel ist die Tatsache, dass mit diesem Pseudo-#Aufschrei uns Lesern die Fähigkeit, diesen Unterschied zu machen, komplett abgesprochen wird.

So beschränke ich mich auf ein gekonntes „nuff said!“ und ziehe mich wieder beleidigt in meine zeitbeschleunigte Privatsphäre zurück.

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