Was meine Kaffeemaschine so für Gefühle hat

Liebes Tagebuch,

heute habe ich einen Brief von meiner Kaffeemaschine erhalten. Ich habe mich nicht so sehr darüber gewundert, dass meine Kaffeemaschine Briefe schreibt, sondern eher darüber, dass sie es geschafft hat, ihn frankiert zur Post zu bringen, anstatt einfach mit mir zu reden. So Auge in AugeAn-Knopf. Doch halt, von vorne:

Wir sind doch alle nur Menschen. Und wir lieben Referenzen. Wer einen neuen Job sucht, möchte ein möglichst gutes Arbeitszeugnis seines alten Arbeitgebers, wer jemanden verkuppeln möchte, schwärmt dem einen vom anderen und umgekehrt vor. Und warum gibt es überall im Internet Rezensionen zu lesen, warum sind Produkttestblogs gefragter als je zuvor? Weil wir dem Urteil anderer Menschen mehr vertrauen als dem Werbegeschwafel des Produktherstellers. Doch hat sich einer von euch mal gefragt, was euer direktes Umfeld von euch denkt? Ob euer Bett euch auch so mag wie ihr es liebt? Ob euer Wecker jeden Morgen Kopfweh hat, weil ihr ihm nur auf den Schädel klopft? Und ist die Dusche wirklicht Farin’s Freund?

Wenn unsere Geräte immer smarter werden, kann es dann nicht irgendwann passieren, dass unsere Technik uns Menschen rezensiert? Dass unser Smartphone auf dem Flohmarkt zur Mikrowelle sagt: “Geh bloß nicht zu dem, du bist die Dritte in zwei Wochen und du willst nicht wissen, wie die anderen aussehen!”

Ich bin froh, dass es noch nicht so ist. Wenn ich nur dran denke, was meine Kaffeemaschine von mir hält. Sie hat mir nämlich folgenden Brief geschrieben:

Lieber Sklaventreiber,

seit längerem schon leiste ich dir treue Dienste. Ich stehe dir  Tag und Nacht zur Verfügung und presse wieder und wieder verkalktes Wasser durch alle möglichen und unmöglichen Pads die du in mich legst. Ich bin dein Atomkraftwerk des frühen Morgens und dein Sandsack des Nachmittags. Ich bin das Floß, dass dich sicher über die reißenden Fluten des Arbeitsalltags schifft und derjenige, der den Dichtungsring deiner Denkmaschine löst. Ohne mich bist du wie ein Maulwurf ohne Hügel, wie ein Eis ohne Stiel und so. Und ich habe deine Spielchen satt. Bei aller Liebe, du bist hier nicht im Zauberreich, dein Haus wurde auch nicht an einem Tag gebaut, geh doch in die Politik und baue einen Flughafen, wenn du so ungeduldig bist.

Aber hör doch endlich auf, deine Profikarriere im Knöpfchenschnelldrücken an mir vorzubereiten. Ich bin schon etwas älter und habe schon viele Tassen kommen und gehen gesehen, ich brauche einfach ein wenig Zeit, bis ich das Wasser, dass du immer eiskalt aus der Leitung in mich hinein schüttest, aufgewärmt habe. Und ich bin ja kein Unding, ich habe einen schönen roten Lichtring, der dir anzeigt, wann ich so weit bin. Du könntest dich einfach mal gedulden. Aber nein, du musst drücken wie ein Gestörter, du spielst Cookie Clicker auf meinen Tasten und denkst, dadurch könntest du mein Heizmodul anfeuern. Das funktioniert so nicht.

Du denkst jetzt vielleicht, dass das doch eh keine Rolle spielt, wenn du ständig drückst, sparst du dir die halbe Sekunde Reaktionszeit, die du brauchst, um zu realisieren, dass mein Lämpchen jetzt nicht mehr blinkt, sondern dauerhaft leuchtet. Aber lass dir gesagt sein, dass ich schon seit langem einfach eine halbe Sekunde länger blinke, obwohl das Wasser schon warm ist. Du gewinnst gar nichts. Und du bist dir wohl dessen bewusst, dass ich am längeren Hebel sitze: Glaub mir, ich komme ganz gut ohne dich aus, aber wie kommst du wohl ohne Kaffee aus? Ich erinnere mich sehr wohl an deine Lobeshymne auf meine Sekrete und auch daran, dass ich ein bisschen geschmeichelt war.

Bis mir auffiel, dass du mich mit keiner Silbe erwähnt hast. Das tut weh, ein bisschen Dankbarkeit kostet nicht viel und hat noch keinem geschadet. Denn schließlich arbeite ich sogar an Feiertagen für dich.

Und bevor du denkst, ich sei ein Einzelfall: Der Kühlschrank kann zwar nicht schreiben, aber was meinst du wie der sich fühlt, wenn du ihn mitten in der Nacht aufreißt, kurz in die Leere starrst und dann die Tür wieder zuwirfst? Und das mehrmals in sehr kurzer Zeit?

Denk mal drüber nach, wie du mit uns umgehst und dass wir vielleicht nicht so “smart” sind wie dein Handy mit gesprungenem Display (das tat vielleicht weh, es hat tagellang geschrieen vor Schmerzen), aber auch wir haben Gefühle.

Wir sind zwar nicht das Volk, aber wir sind die Küche!

Genervt und überhaupt nicht hochachtungsvoll

Deine Kaffeemaschine

P.S.: Glaub dem Entsafter kein Wort, der ist eine totale Lügenpresse!

 

Nachtrag: Meine Antwort an die Kaffeemaschine kann hier nachgelesen werden!

Ich bin ein Werwolf – Ist doch halb so wild

Manchmal fühle ich mich ein bisschen wie ein Werwolf. Also nicht diese pop-kulturellen Glitzer-Werwölfe, die aufgrund ihrer Identitätskrise nicht einmal wissen, ob sie jetzt in Bedward oder Ella verliebt sind. Eher wie ein Werwolf der schon damals von…ähm…diesem einen Autor in….Moment…wie hieß das noch gleich? Nochmal von vorne!

Manchmal fühle ich mich ein bisschen wie kein Werwolf. Also nicht diese postrockmodernen, von schmerzerfüllten Verwandlungen geplagten Menschen, die sich bei Vollmond in einen Wolf verwandeln – wer glaubt denn schon an böse Geister? – sondern eher wie ein Werbinicheigentlichundwassollichhierwolf und so…

Daher stellt sich natürlich die Frage, was einen sogenannten Werwolf denn ausmacht. Ist es die Verwandlung an sich? Der Zeitpunkt ebendieser? Oder vielmehr die vollkommene Inversion menschlicher Eigenschaften in ein triebhaft gesteuertes Tier? In meinem Fall wohl nichts davon!

Was ist denn nun ein Werwolf?

Wer bei Google “Wer” eingibt, bekommt als erstes Ergebnis “Wer wird Millionär” angezeigt. Da ich mich in diesem Fall wie beim Warum- und Waswolf weiterhin ohne schlechtes Gewissen als Aussenseiter bezeichne, bleibt mir eigentlich nur der Wolf übrig, der ja so gar nicht ich bin. Oder auch umgekehrt. Von den alten, klassischen Vorstellungen eines solchen Gestaltwandlers hat sich die Moderne ja erst mit Twilight abgewandt.

Da ja die Popkultur aus dem klassischen Werwolf ohne mit den Wimpern zu zucken einen Eddie gemacht hat, beanspruche ich dieses Privileg nun auch für mich:

Was bin denn nun ich?

Da der Werwolf beliebig interpretiert werden kann, interpretiere ich wohl auch mich so beliebig wie möglich. Da eben jener immer noch die Eigenschaft hat, an den Mondkalender zu glauben, beanspruche ich für mich, genau das nicht zu tun. Denn meine Verwandlung hat nichts mit der aktuellen Entfernung und Position zum Mond zu tun.

Manchmal werde ich nämlich ordentlich oder vernünftig. Bevor jetzt der geneigte Leser einen panischen Fluchtverusch unternimmt, möge er mich doch erläutern lassen:

Der Dumme hält Ordnung, das Genie beherrscht das Chaos

-Die Ludolfs

Ich nenne viele Eigenschaften mein Eigen, die sich ab und zu ins Gegenteil verkehren können. Was wohl auch ein Grund dafür ist, dass ich von meinem diesjährigen Wichtel einen weiteren Wecker geschenkt bekommen habe. Was nicht heißen soll, dass ich ein überaus unpünktlicher Mensch bin, im Gegenteil, es ist Zeichen der Anerkennung für herausragendes Zeitverständnis. Bestimmt. Dass ich ein sehr engagierter Mensch bin, sieht man doch alleine schon daran, dass ich mich aufraffe, Beiträge für diese Weblog zu schreiben. Von meinen Aktivitäten abseits des weltweiten Netzes einmal abgesehen (ja, offline bin ich noch viel fauler und mein Desktop ist aufgeräumter als mein Zimmer), zeigt diese kurze Auflistung bereits, wie sehr sich manche Eigenschaften ins Gegenteil verkehren können. Denn ich bin ja eigentlich faul und sollte durch mein Naturell gar nicht in der Lage sein, so etwas wie einen Blog zu führen.

Manchmal aber, so scheint es, packt es mich und ich werde motiviert. Ich kann nicht sagen, woher es kommt und wann es mich trifft, aber es gibt Tage, da erwische ich mich beim Putzen oder Aufräumen in einem Maße, das ich selbst nicht für möglich gehalten hätte. Und wenn ich erst einmal angefangen habe, höre ich auch so schnell nicht mehr auf. Es wäre zwar umgekehrt einfacher, aber einfach scheint mir auch zu langweilig zu sein. Als vernünftiger Mensch müsste ich nun wohl herausfinden, was denn diese Ordnungsanfälle bei mir auslöst, damit ich sie in Zukunft bewusst initiieren kann. Aber dazu fehlt mir momentan einfach die Motivation. Fuck my life.

Wer ein wenig in der Werwolf-Analogie weiterdenkt, könnte auf die Idee kommen, ich sollte andere Menschen beißen, um sie anzustecken. Hab ich versucht, die wollten dann aber seltsamerweise alle noch weniger für mich putzen. Das klappt also auch nicht.

Also bleibe ich einfach weiter ich und lass mich das nächste mal wieder von mir selbst überraschen, wenn ich um 22:30 am Sonntag Abend noch beginne, die Duschkabine vom Kalk freizuschrubben.

Das regelt sich doch von alleine

(Kleine) Kinder und Regeln, das ist ja so eine Sache. Grenzüberschreitungen dienen seit frühester Kindheit und nicht erst in der Pubertät dazu, auszuprobieren, wie weit man gehen kann. Manche Kinder lernen ganz schnell, was sie sich erlauben können, andere brauchen lange und reizen bis weit nach der Pubertät die Grenzen des Machbaren und Erlaubten aus. Und ich finde Regeln doof.

Regeln sind da, um gebrochen zu werden.

-Jesus

Ich könnte jetzt ausschweifend erklären, dass ich Regeln nicht mag, weil sie mich in meiner persönlichen Freiheit beschränken und den Alltag langweilig machen, weil die Befolgung von Regeln zu vorhersehbaren Ergebnissen führt. Ich könnte es aber auch lassen. Und genau um dieses “könnte” geht es mir eigentlich. Regeln reduzieren einen Konjunktiv auf einen Imperativ, sie verhindern ergebnisoffene Spontanaktionen und sie machen einfach nicht so viel Spaß. Und erstaunlicherweise werden die Menschen geradezu dazu getrimmt, sich an Regeln zu halten, weil sie sonst in die Hölle kommen oder von Knecht Ruprecht mit der Rute bestraft werden. Das deutet darauf hin, dass die Menschen wohl eigentlich dazu neigen, Regeln zu brechen oder einfach gar keine zu wollen. Fragt man Frauen, wollen die meisten in der Regel nicht die Regel haben. Fragt man Männer, dann sind sie es leid, die Abseitsregel Frauen in der Regel erklären zu müssen. Und ist nicht ein Regal (ein Kompositum aus “Regel” und “egal”) der Ort, an dem man alles ohne Ordnung verstauen kann und es dann noch als Dekoration gilt?

Ja, ich habe ein Problem mit Regeln, aber auch ich muss zugeben, dass sie in manchen Fällen sinnvoll sind. Zum Beispiel steht auf dem Reibekäse meines Vertrauens “Nach Anbruch der Packung den Käse rasch verbrauchen”. Das ist eine total gute Regel, an die ich mich auch problemlos halten kann. Auch würde es mir im Traum nicht einfallen, gegen  §27 Abs. 6 StVO zu verstoßen, denn wer im Gleichschritt über eine Brücke marschiert, kann diese zum Einsturz bringen. Ist mir zwar noch nie passiert, aber ich stelle es mir eher ungesund vor.

Wer sinnlose Gesetze googlet, wird schnell fündig: Die Menschen, die uns behüten und leiten sollen, haben erstaunlich viele Gesetze erlassen, die so sinnlos sind, dass es darüber mehrere Bücher gibt.

Eine Toilette ist auch eine Wahlurne
Wählen gehen in Tschechien

 

Vor diesem Hintergrund wäre es doch sicher interessant, sich eine Welt auszumalen, in der es keine Regeln gibt. Der Wilde Westen 2.0 sozusagen. Ich nehme ganz stark an, dass sich die Menschheit nicht lange in dieser Welt halten könnte. Aber das regelt sich sicher von alleine.

Sprachticks oder wo ist eigentlich die verdammte Karotte geblieben?

Dieser Beitrag handelt von Sprachticks anderer Menschen. Bewusst eingebaute sind Fett markiert. Wer einen findet, der nicht fett ist, hat einen meiner eigenen, unbewussten entdeckt. Glückwunsch, du wirst ihn nicht mehr überlesen können. Außerdem folgt zum Ende die lang ersehnte Entdeckung der verschwundenen Karotte.

Dozenten sind ja angeblich auch nur Menschen. Ich möchte zwar die Theorie von den Geminoiden-Dozenten nicht verwerfen, sie ist mir doch zu interessant. Aber unabhängig davon, ob es sich um ferngesteuerte oder gar eigenständige Roboter handelt, oder tatsächlich Menschen in der Uni stehen und

“Market research is the systematic gathering and interpretation of information in order to gain insights or support decision making, where the identity of the respondants will not be revealed”

in einem Tonfall herunterleiern, der jedem Hypnotiseur alle Ehre macht, Dozenten haben eine menschliche Schwäche: Sie haben Sprachticks. Na toll, sagst du jetzt, hat doch jeder und überhaupt ist das ja gar nicht schlimm und so. Und du hast ja recht, werter Leser. Solange einem diese Ticks nicht aufgefallen sind, sind sie gar nicht so schlimm. Und im Alltag fallen diese Ticks auch nicht so sehr auf, weil die meisten Menschen sich dialogisch unterhalten und nicht mehrmals die Woche mehrere Stunden am Stück nur einen Menschen reden hören, ne?

Wer Texte schreibt, wird es bei sich selbst eventuell schon bemerkt haben und wer selbst Vorträge hält, doziert oder sonst monologisch blubbert, wird auf Aufnahmen von sich selbst bei gefühlt jedem zweiten Satz die Hand beschämt vor sein Gesicht halten. Nichtsdestowenigertrotz ist es auch völlig in Ordnung, einen eigenen Sprach- oder Schreibstil zu haben, immerhin ist das ein Wiedererkennungsmerkmal. Doch auch wenn sich Sprachticks im normalen Umfeld kaum störend auswirken, kann das ganze in pathologischer Form auch schnell unangenehm werden(ein Gruß an alle, die an Koprolalie leiden). Da muss man dann schon – gerade in der Öffentlichkeit –  achtpassen, denn wenn die Zuhörer bei jedem zweiten Satz genervt die Augen verdrehen, kann ein guter Vortrag schnell ins Leere schießen. Da sind wir doch sicher alle d’accord.

Wer Sprachticks bei Google eingibt, wird auf unzählige Ratgeber-Artikel (ge)stoßen, die sich vor allem an Füllwörtern oder “schlechten” Sprachgewohnheiten wie Nuscheln oder Räuspern aufhängen. Das lernen wir ja schon in der Schule, dass äääh sowas quasi nicht so wirklich gut sei, sozusagen, oder? Als Stilmittel taugen sie ja trotzdem. Ich meine dennoch.

Und, aufgrund der enormen Leserresonanz zur verschwundenen Karotte, die sich in folgender Frage zusammen fassen lässt:

“WO war die Karotte?”

Die Karotte wurde ordnungsgemäß in einer Transportbox verstaut, die dann der auf geistiger Sparflamme agierende Autor dieses Textes ordnungsgemäß im Küchenschrank deponierte. Sie lächelte jenen dann rund eine Woche später an, als er erneut den Versuch machte, Nahrung zur Arbeit mitzunehmen und die besagte Box öffnete.

Frohe Ostern!

Eine neue politische Bewegung muss her!

Wir Deutschen sind ja immer gerne und schnell verdrossen. Politikverdrossen, Medienverdrossen, Wetterverdrossen, ein Teil von uns war sogar sehr schnell DDR-verdrossen. Und als wir das letzte mal Judenverdrossen waren, hat das im Nachhinein niemandem so richtig gut gefallen. Jetzt sind wir also gewachsen, reifer und Ausländer- und Islamverdrossen. Da ich mir leider nicht merken kann, was PEGIDA ausgeschrieben bedeuten soll, dachte ich, ich gründe mal eben meine eigene politische Bewegung, deren Bedeutung sich auch keiner merken kann und die zudem auch noch unglaublich unaussprechlich ist.

Denn wie so oft um diese Jahreszeit schleicht sich im Internet eine Unart ein, die gern auch mal epileptische Anfälle auslösen kann: Die Rede ist von animiertem Schneefall. Nicht nur frisst dieser schneewaldverherrlichende Grafikspeicherauslaster Ressourcen und Geschwindigkeit, nein man wird auch noch vom Inhalt abgelenkt, wegen dem man ja eigentlich die Webseite besucht hat! Und WordPress macht es einem auch noch besonders leicht:

image

 

Wo Schnee fällt, sind auch Steine schnell in der Luft, deshalb rufe ich hiermit die BGSABUAWDSMAZBMVINMS ins Leben. Was das bedeuten soll kann sich sicher jeder denken. Für die, die nicht denken können, schreib ich es aber noch einmal auf:

BGSABUAWDSMAZBMVINMS – Blogger gegen Schnee auf Blogs und anderen Webseiten, die sich mit Animationen zukleistern bis man vom Inhalt nix mehr sieht.

Wir möchten, dass alle Kinder in einem friedlichem[sic!], weltoffenem[sic!] und schneefreiem[hehe!] Internet aufwachsen können!
Wir sind nicht “politisch korrekt”…!
Wir beugen uns NICHT dem medialen Mainstream und somit auch nicht den “Schneemenschen”!
Wir nehmen unser verfassungsgemäßes Recht auf freie Meinungsäußerung wahr.
JEDER Mensch, gleich welcher Nationalität oder Religion ist uns willkommen !!!
Wir wollen einfach KEINEN SCHNEE auf unseren Websites !!!

Unsere Blogs, Webseiten und Feedreader sind KEINE Orte zum Austragen von Schneefall!!!
Wir akzeptieren KEINE HETZE von irgendwelchen Schneextremisten gegen “Ungläubige” oder Andersgläubige…
Wir akzeptieren in Europa keinerlei “Tätigkeiten” von Dr. Schnee Flocke, Prof. Eis Kristall oder wie sie alle heißen!
Unser freies Denken, unsere freie und offene Lebensweise wollen wir für ALLE im Internet lebenden Menschen erhalten !
Wir fordern von UNSERER Justiz ein Ausschöpfen ALLER rechtlichen Mittel gegenüber selbsternannten “Schneekriegern” und Haßpredigern! *

Die Trennung von Schnee und Internet war und ist ein Erfolg in Europa.
Der “Vater des Sommers”, Dr. Sommer, führte Deutschland, nach der Trennung von Schnee und Internet, mit Erfolg  und Sex in die Moderne und hat damit bewiesen, dass dazu auch ein winterlich geprägtes Land in der Lage ist!**

*”Haßprediger mit ß, das war so gut, das musste ich stehen lassen!” (Anm. der Redaktion)

**Dieser Text stammt ursprünglich von der Facebookseite der PEGIDA, die glauben, dass das eine Homepage ist und deshalb nur noch eine URL gekauft haben. Das Urheberrecht für alle Rechtschreib- und Grammatikfehler und die Plenks liegen bei den kompetenten Verfassern des Textes dort.

Auch ein Positionspapier wurde schon ausgearbeitet:

  1. Wir sind FÜR Schnee auf Skipisten.
  2. Wir sind FÜR mehr Dönersauce in Dönern.
  3. Wir sind FÜR längere Abkürzungen.
  4. Wir sind FÜR kürzere Positionspapiere.

Und bevor mich hier irgendjemand falsch versteht, distanziere ich mich schon mal vorsorglich von allem, was jemals von mir oder jemand anderem geschrieben, gesagt, gesungen oder gedacht wurde und so. Außer von Pfannkuchen, Pfannkuchen sind toll!

Ich bin einfach ein Loser

Heute möchte ich mal über mich schreiben. Das tu ich nämlich sonst zu selten. [/ironie]

Ich bin ein Loser, möchte ich sagen, nicht im Sinne von Versager sondern im Sinne von Verlierer. Ich verliere nämlich ständig Dinge. Ich weiß nicht, wie wieviele Geldbeutel schon durch meine Hände und mir durch die Lappen gegangen sind, denn so weit kann ich gar nicht zählen. Schon als ich noch als junger Knabe jeden Morgen hochmotiviert und voller Elan in die pädagogische Anstalt reiste, musste ich dafür einen Beförderungsausweis bei mir führen. Zusätzlich zu dem ganzen Material, was mir in den Kopf gestopft werden sollte (vergeblich, Lesen konnte ich schon und Rechnen kann ich bis heute nicht) musste ich also noch ein Kärtchen bewachen, das mich berechtigte, den öffentlichen Personennahverkehr zu nutzen. Es benötigt wohl nicht viel Überzeugungskraft, glaubhaft zu vermitteln, dass ich diese Busfahrkarte schneller verloren habe, als die Busgesellschaft neue nachdrucken konnte.

Dieser Kindheitstraum Dieses Kindheitstrauma zieht sich durch mein ganzes Leben. Ich bin mittlerweile stolzer Besitzer von jeweils zwei Führerscheinen und Personalausweisen, mehreren Krankenversicherungskarten und einem Berg geschredderter Bank- und Kreditkarten. Denn allzu oft finde ich das Zeug gerade dann wieder, wenn es sowieso zu spät ist und alles neu beantragt wurde.

Mittlerweile schaffe ich es aber, ganz gut zurecht zu kommen und die Verlustfrequenz mit ernsthaften Konsequenzen ist stark gesunken. Trotzdem, nicht deswegen schaffe ich es immer noch viel zu oft, in Gedanken versunken Dinge zu verlegen. Gerade suche ich meine Kaffeetasse, aus der ich vor 10 Minuten noch getrunken habe. In meiner WG. Ich schaffe es tatsächlich, meine Kaffeetasse in meiner WG zu verlieren. Wenn ich alleine bin. Es ist nicht so, dass ich sie irgendwo vergesse, wo sie nicht hingehört, vielmehr vergesse ich, wo sie hingehört. Mit teilweise fatalen Folgen. Denn der Kaffee ist kalt, bis ich ihn gefunden habe.

Wer mir den Loser jetzt noch nicht glaubt, möge die Geschichte der verlorenen Karotte lesen:

Vor langer, langer Zeit (ca. 3 Monate) begab es sich, dass ich morgens aufstand, um zur Arbeit zu gehen. Da sich so ein Arbeitstag ohne Essen nur schwer überstehen lässt, bot sich der Umweg über den heimischen Kühlschrank an, um dort ein wenig Nahrung für unterwegs aufzunehmen. Die letzte Karotte ihrer Herde lächelte mich an und es war klar, dass wir den Tag zusammen verbringen würden. Doch als ich aus der Personenwaschanlage ausgestiegen war und mein Lebenselixier getrunken hatte, war die Karotte verschwunden. Trotz intensiver Suche blieb diese unauffindbar und ich musste mich also alleine auf den Weg machen.

Du fragst dich jetzt vielleicht: “Ernsthaft? Wer ist so blöd, eine Karotte in der Küche zu verlieren?”

Ich melde mich freiwillig.

Zum Schluss noch ein weiteres falsch zugeordnetes Zitat:

Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.

-Miley Cyrus

Ich geh mal meinen Schatten messen.

Diese 3 Zonen meiner Gedankenwelt werden dein Leben komplett verändern

Musik ist nur gut, wenn sie laut ist!

-Ludwig van Beethoven


Wenn ich auf mein Dashboard blicke, fragt mich mein WordPress immer, was mich gerade beschäftigt. Das ist sicher total nett gemeint, ist es doch eine Aufforderung, meine Gedanken niederzuschreiben, mit der Welt zu teilen, was mir durch den Kopf geht. Gute Idee….oder? Vermutlich nicht, denn meine Gedankenwelt ist sozusagen in drei Besatzungszonen aufgeteilt:

Zone 1 – Nicht normal, aber normalverteilt:

Zone 1 ist vermutlich die normalste, eine die die meisten Menschen kennen, ist es doch jene, die mir hilft, in dieser Welt zu leben. Sie enthält alles, was man so unter Allgemeinbildung enthält, beschäftigt sich mit Terminen, der Uni und der Arbeit und kann sich Songtexte und unnützes Wissen besser merken als die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung oder die Gütekriterien der Marktforschung (Validität, Reliabilität und Repräsentativität, ja ok, ich kenn sie ja doch). Diese Zone ist wohl die, die die meisten Leute kennen, die mich nicht wirklich kennen. Sie ist langweilig aber notwendig. Genau deshalb ist sie wenig tauglich dafür, Beiträge für diesen Blog zu produzieren. Denn ernsthaft, wer möchte hier schon eine Auflistung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung lesen? Oder den Songtext zu “Not Afraid” von Eminem? Oder die Tatsache, dass Faultiere manchmal beim Astwechsel statt des nächsten Astes ihren eigenen Arm greifen und vom Baum fallen? Eben, niemand.

Zone 2 – Sigmund Freuds Lieblingsspielzeug:

Die zweite Besatzungszone ist die, die sich mit Persönlichem und Privatem beschäftigt. Sie singt bei Gisbert zu Knyphausen mit und spielt Gitarre. Was sie beschäftigt, wäre für den ein oder anderen sicher interessant, aber hier schaltet sich die Zone 1 ein und verhindert, dass das hier ein emotionaler Beziehungs-Lifestyle-Sorgen-Tagebuch ist. Wessen Ironiedetektor gerade zu keinem eindeutigen Ergebnis kommt, dem ist wohl nicht mehr zu helfen.

Zone 3 – Die letzte Überraschung der Ewigkeit:

Des Pudels wahrer Kern, mein dunkles, kaffeeabhängiges Geheimnis. Königin der schlechten Wortwitze und des flachen Humors ist sie wohl verantwortlich für >90% des hier Geschriebenen. Sie beschäftigt sich mit den wirklich wichtigen Dingen des Lebens:

Ist das Meer etwa so blau, weil  Tintenfische seit Jahrtausenden versuchen, ihre Gedanken schriftlich festzuhalten? Ist Kuchen wichtiger als Sex? Ist es etwa ein Wunder, dass aus einem messerscharfen Verstand oft sehr bestechende Gedanken hervorgehen?

Zone 3 würde gerne ein Restaurant eröffnen, in dem man im Pool liegend zu Mittag isst, das dann “Lunchbecken” nennen und eine Tür weiter im “Haarhaus Fall” Perücken und Alpecin verkaufen.

Zone 3 beschäftigt mich nicht, sie beschäftigt sich selbst. Und manchmal schreibt sie eben Blogbeiträge. Oder Überlebenstipps:

Woran du merkst, dass du zu früh nach Hause gehst:

  1. Es ist noch hell.
  2. Die Bahn fährt noch.

Woran du merkst, dass du zu spät nach Hause gehst:

  1. Es wird schon hell.
  2. Die Bahn fährt wieder.

Ich danke der Academy!

Die Schokokucheneinheit – oder es kommt nur auf die Technik an

Im letzten Beitrag habe ich mich nach längerer Überlegung bei der Wahl zwischen Sex und Sex für Kuchen entschieden. Begründet habe ich dies mit meinem Drang danach, witzig zu sein.

Okay, ich gebe zu, das war gelogen. Ich würde mich nämlich sowieso immer für Kuchen entscheiden. In der Diskussion mit meinem Ex-Mitbewohner, die zu diesem Ergebnis führte, waren wir uns nämlich sehr schnell einig, dass Kuchen, insbesondere Schokoladenkuchen eine ziemlich schwer zu übertreffende Neigung dazu hat, Befriedigung hervorrzurufen. Bei Sex ist das ja so eine Sache. Da kann ja so viel passieren. Kurz gesagt ist es ziemlich leicht, miesen Sex, aber ziemlich schwierig, miesen Schokokuchen zu haben. Das hängt dann aber von der Technik ab, nicht von der Größe

Um aber eine gut durchdachte Entscheidung zu treffen, braucht es Vergleichbarkeit. Jetzt wird manch einer behaupten, Sex mit Kuchen zu vergleichen sei erstens Blasphemie und zweitens wie der Vergleich zwischen Äpfel und Birnen: Nicht machbar! Stimmt aber beides nicht. Der Vergleich zwischen oben genannten Früchten ist zwar nicht unmöglich, der Vergleich zwischen Kuchen und Sex ist aber sogar noch einfacher:

Da Schokokuchen eine universell anerkannte, kulturkreisübergreifende Befriedigungswirkung hat, setzt man für Schokokuchen einfach die Befriedigungsstufe von 1 SKE (Schokokucheneinheit) an. Daran gemessen wird dann die erfüllende Wirkung des Geschlechtakts. Nun sind wir uns ja einig, dass es sehr schönen und sehr miesen Sex gibt. Egal wie mies der Sex aber ist, es ist immer noch Sex, die Befriedidungsstufe kann also nie 0 werden, sondern nähert sich nur an. Begnadete Mathematiker wie ich drücken diese Annäherung mit dem Grenzwert, dem Limes aus. In unserem Fall bedeutet das, dass die Skala von lim0 SKE bis 1 SKE Sex bezeichnet, der schlechter oder gleich gut ist wie Schokokuchen. Da man aber auch nie weiß, ob nicht der nächste Sex noch besser sein wird, gibt es auch im oberen Skalenbereich nur die Annäherung an die 2. Und damit genug der Theorie, hier die offizielle Schokokucheneinheitsgleichung zur Messung und Vergleichbarkeit der Güte von Schokokuchen und Geschlechtsverkehr:

LimSKE

Die einfache Skala für euer Tagebuch zum Nachzeichnen könnte dann zum Beispiel so aussehen:

skescale

So, damit sind dann wohl der Welthunger und Krebs kein Problem mehr, morgen machen wir uns dann an Ebola und wer mir einen Nobelpreis verleihen möchte, soll doch bitte daran denken, diesen mit Schokokuchen zu dotieren.

q.e.d.

Danke an David für die nochmalige Bestätigung, dass Kaffee trinken mit der Tante keine Form von koitaler Interaktion darstellt.

Sex oder Kuchen?

Die schwierige Aufgabe, neue Mitbewohner zu finden, wird ja in den heutigen Zeiten immer weniger schwierig. Die Wohnungsknappheit in den Unistädten lässt den Ansturm auf freie WG-Zimmer immer mehr zu einer Aufgabe ähnlich anspruchsvoll wie die Jobsuche werden. Da werden Anzeigen geschaltet und WG-Castings durchgeführt. Man will ja schließlich nicht irgendeinen Mitbewohner, sondern einen Menschen, der idealerweise in das Sozialgefüge der bestehenden WG hineinpasst und diese um seine Persönlichkeit bereichert.

Der Unterhaltungswert des Ganzen liegt auf der Hand: Die gesamte WG findet sich zum Happening zusammen, trinkt Bier und empfängt hoheitsvoll die Anwärter, wobei versucht wird, möglichst intelligente Fragen zu stellen, bei deren Beantwortung der Kandidat die Möglichkeit hat, seine Tauglichkeit unter Beweis zu stellen. Eine sehr wichtige dieser Fragen lautet: Sex oder Kuchen?

Nun bin ich ja selbst schon hauptberuflich Mitbewohner und befinde mich somit auf der gemütlichen Seite der Couch, möchte mich aber trotzdem einmal mit genau dieser Frage auseinandersetzen:

Als zu Ironie und Sarkasmus neigender Mensch würde die Antwort natürlich erst mal “Kuchen” sein. Da man als ahnungsloser Bewerber auf das Zimmer die Befrager nicht kennt, weiß man nicht, ob es eventuell eine interne Regel gibt, nach der die Beantwortung der Frage mit Kuchen gleich zum Auschluss führt. Profanerweise hat man natürlich auch erstmal Hemmungen, gleich Sex zu sagen. Deshalb würde ich wohl zu beidem tendieren. Obwohl “Beides” sicher keine erlaubte Antwort in diesem Spiel ist, müsste man sich natürlich die Frage stellen, ob “beides” auf Kuchen essen beim Sex oder Sex mit Kuchen hinausläuft. Ersteres ist sicher nicht einmal so ungewöhnlich, manche Leute stehen eben mehr auf Schwarzwälder Kirschtorte im Bauchnabel anstatt auf “diese Bier die so schön geprickelt ‘at…” und Sex mit Kuchen wurde uns ja in jungen Jahren in American Pie vorgemacht.

Geschmackssache also. Aber wie gesagt, keine erlaubte Antwort. Andererseits könnte man ja auch über die Sinnhaftigkeit der Frage an sich diskutieren. Spitzfindig, wie ich bin, fällt mir nämlich bei Kuchen gerade auch die Torte ein und als solche wird ja gerne mal umgangssprachlich und manchmal auch respektlos von einer Frau gesprochen. Vom Aussprechenden meistens in Bezug auf ihr begehrliches Aussehen reduziert, impliziert er oftmals sein Bedürfnis, mit dieser “Torte” in koitale Interaktion zu treten. Diese Interpretation führt also die Frage an sich ad absurdum; sie lautet dann: Sex oder Sex?

Womit wir wieder beim Drang zum Witzigsein angelangt sind, in diesem Falle entscheide ich mich nämlich für Kuchen.

Schokokuchen oder –kekse jeglicher Form dürfen gerne persönlich oder per Post an den Autor dieses Textes überbracht werden. Eine digitale Würdigung auf dieser Webpräsenz als Zeichen unendlicher Dankbarkeit wird in Aussicht gestellt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Angehörige der beteiligten Firmen (keine) sind zur Teilnahme verpflichtet.

No Need for Speed

In der heutigen Zeit dreht sich ja alles um Geschwindigkeit. Die Schullaufbahn wird um 1 Jahr gekürzt, das Studium soll in einem Rutsch durchgehen, Züge brechen Geschwindigkeitsrekorde und die DSL-Leitung soll ja am liebsten in Terrabyte pro Sekunde angegeben werden. Ganz Deutschland ist im Need for Speed. Ganz Deutschland? Nein, ein von einem unbeugsamen Bahnmitarbeiter besetztes Gefährt hört nicht auf, dem Rausch der Geschwindigkeit den Kampf anzusagen und leistet bitteren Widerstand:

Den fasnächtlichen Trubel um sich herum ignorierend kennt dieser Mann nur ein Ziel: Das Boardrestaurant seines heißgeliebten ICEs mit Cola zu versorgen. Dieses hehre Unterfangen wird ihn zwar ca 15 Minuten Fahrtzeit kosten, um das 30m entfernte Ende des besagten Zuges zu erreichen; da dieser aber mindestens 1 Stunde Verspätung hat, ist das nicht weiterhin schlimm.

Und während er einsam und alleine weder in den Sonnenunter- noch aufgang hineinreitet, spielt im Hintergrund eine Trauerkapelle den Böhmischen Traum. Da soll noch einer sagen, dass das Leben zu schnell verläuft.