Flashbash des Monats

Der Schüttelreim des Monats ist:

Bei wem sich Geist und Fresse paaren,
wird stets gut mit der Presse fahren.

Der schlechteste Wortwitz des Monats lautet:

Richter: “Gab es in Ihrer Familie jemals einen Fall von Inzest?” Angeklagter: “Mit Nichten

Undefinition des Monats:

Totalitourismus, der: Bildungsreisen zum Kennenlernen totalitärer Regierungssysteme in fremden Ländern.

Ironie des Monats:

Die wilde Seite von Karlsruhe ist eine Toilette. Eine öffentliche.

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So sicher wie das Klopapier

Als Student lebt man ja meist ein recht bescheidenes Leben. Es wird in WGs gelebt, in Vorlesungen vorgelesen und ab und zu gönnt man sich eine Tütennudel. Herrlich einfach, das Bier kostet 0,45€ und Studiengebühren gibt’s ja auch nicht mehr. Der Asket ist in seinem Element.

Auch in meiner bescheidenen Klause dominiert die Einfachheit. Die Möbel sind vom blauen Schweden um die Ecke, der Boden wellt sich ein bisschen und das Geschirr ist ungefähr so homogen wie die Leute von Pegida aber nicht halb so homophob wie…äh…ja gut, die Leute von Pegida. Ich bin ja kein Nazihasser, aber…

Doch halt, was muss ich sehen? Ist das etwa….Nein, das kann nicht sein: Wir haben Klopapier. Und zwar nicht irgendeines, es ist auch noch vierlagig. Und flauschig und sicher. Steht zumindest drauf. Moment mal, flauschiges Klopapier ist ja schön, 4-lagig purer Luxus, aber was bitte ist “sicheres” Klopapier?

Unser Klopapier

Früher, als die Welt noch in Ordnung war, waren Taschentücher und Klopapier noch nies- und reißfest, wobei ich mich frage, ob ganz früher dann Taschentücher und Klopapier niet- und nagelfest waren. Also aus Holz. Heute ist mein Klopapier also…sicher…aha!

Sicher ist für mich ja eigentlich eher eine Eigenschaft, die ich von einem Tresor, Fallschirm oder Gehalt erwarte, aber doch nicht von Klopapier. Wie klingt denn das? “Kaufen Sie Klopapier bei uns, es ist 4-lagig, flauschig und reißfest!” – “NEIN, kaufen Sie UNSER Klopapier, es ist viel 4-lagiger und flauschiger und dazu noch SICHER!!! Nichts Schlimmes kann Ihnen widerfahren, solange Sie unser Klopapier benutzen! SICHER ist SICHERER!!”

Das klingt nicht gut in meinen Ohren. Tatsächlich ist der einzige Gegenstand, der meiner Meinung nach mindestens 4-lagig und sicher sein sollte, die Außenhülle eines Kernreaktors. Flauschig muss er nicht sein, wäre aber eine akzeptable Option. Und ich glaube nicht, dass man jetzt deshalb aus unserem Klopapier einen Kernreaktor bauen sollte. Ich würde mich da ganz und gar nicht sicher fühlen, egal wie oft das auf die Packung geschrieben wird.

Ich frage mich natürlich auch, ob die Abrollrichtung eine Rolle bei der Sicherheit spielt. Denn, wie jeder weiß, spielt die Abrollrichtung des Toilettenpapiers in unserem Leben eine so wichtige Rolle, dass es sogar einen Wikipedia-Artikel dazu gibt! Einen Wikipedia-Artikel dazu gibt??? EINEN WIKIPEDIA ARTIKEL!!!! Jawohl. Man kann ihn hier nachlesen! Kommentar des Herstellers:

Unsere von deutschen und amerikanischen Spitzeningenieuren entwickelten und langjährig in der Raumfahrt getesteten WC-Hygienepapier-Abrollsysteme sind universell einsetzbar. Wir übernehmen 10 Jahre Garantie und sollten wider Erwarten technische Probleme auftreten, steht ihnen unser Unternehmenseigener 24/7-Reparaturservice kostenlos zur Verfügung.

Das ist gut zu wissen, falls also euer WC-Hygienepapier-Abrollsystem euch mal versucht umzubringen, meldet euch beim Reperaturservice. Schließlich kann man auch auf dem Klo nie sicher genug sein!

Die vom Hersteller vorgesehene Abrollrichtung ist übrigens “vornüberhängend”. #funfact

Ein Blog liest sich nicht selbst vor

Im Gegenteil: Er will (vor)gelesen werden. Und genau das tat ich vor kurzer Zeit: Ich begab mich ins Nellie Nashorn, ein kleines Kulturörtchen in Lörrach und sprach von der Bühne hinab einige Worte, die ich mal hier im Blog aneinandergereiht habe. Der Text ist eine revidierte Fassung des Eintrags Kaffee dort, Kaffee hier, Kaffee morgens lob ich mir! der jetzt natürlich auch in der aktuellen Version hier online ist.

Doch genug der Schwallerei, es gibt heimlich gefilmte Amateuraufnahmen, die jetzt an die Oberfläche leaken:

Danke an dieser Stelle an Tim, der für’s Nellie kämpft, an meine Crew für’s mitkommen und anfeuern und an die königliche Mädchentraube – verlässlicher Mutspender 😉

Von Menschen, Streiks und Schlafengehen…

Manchmal möchte man den Menschen, die sich gerade in der näheren Umgebung befinden, einen High-Five geben. Ins Gesicht. Mit einem Stuhl. Hab ich mal gehört. Man könnte mir jetzt latente Aggressionen unterstellen und mich zum Kopfdoktor für Systemopfer schicken, man könnte mir aber auch einfach recht geben. Dann könnte ich aufhören, diesen Blogeintrag zu schreiben und mich ins Bett legen. Welches ich sehr gern habe. Klar, wer mag sein Bett nicht? Ich kann diese ganzen kleinen Kinder nicht mehr verstehen (zu denen ich früher auch gehörte), die nicht ins Bett wollen.

Klar, früher war ich bei meinen Eltern auch für meine “Verzögerungstaktik” bekannt. Da fällt einem kurz vor dem Schlafen gehen noch dieses und jenes ein, nur damit man nicht schlafen gehen muss. Als ob es einen Wettkampf mit sich selbst gäbe, den Rekord für spät ins Bett gehen zu knacken. An alle, die noch in dieser Phase sind: Genießt es.

Diese Phase ist dann vorbei, wenn man zum ersten Mal durchgemacht hat und direkt zur Arbeit musste. Ab dann ist man nämlich um jede Minute froh, die man im Bett liegen kann, ohne die nächste Verpflichtung im Kooopf zu haben. Und so ein Bett bietet ja unglaublich viel Potential und Abwechslung. Ein Schelm, wer jetzt an Sex denkt. Auch alleine kann ich mich im Bett beschäftigen. Das könnte man jetzt schon wieder falsch verstehen. Das meine ich aber nicht: Mich ins Bett zu legen ist ein Abenteuer für sich: Erst mal geht es um die richtige Klamottenwahl, abhängig von Zimmer-, Außen- und Körpertemperatur und verfügbarem Abdeckmaterial. Wenn man betrunken ist, fällt man ja einfach so, wie man ist, ins Bett. Aber nüchtern geht dem Zubettgehen ein langwieriger Entscheidungsprozess voran:

  1. Wann lege ich mich hin?
  2. Auf welcher Seite des Bettes schlafe ich heute (sprich: welche Seite muss ich frei räumen?)
  3. Was mach ich noch, sobald ich im Bett liege, damit ich noch nicht schlafen muss?
  4. Was ziehe ich an bzw. aus?
  5. usw.

Viel schlimmer ist dann aber das Hinlegen an sich. Möchte ich grade auf dem Bauch liegen oder auf der Seite? Ganz zugedeckt? Die Beine frei?

Ihr merkt schon, ich sammle eigentlich gerade Argumente dafür, jeden Abend betrunken ins Bett zu fallen.

So, genug  vom Thema abgekommen: Der High-Five ins Gesicht geht natürlich heute an Weselsky, der mir nach meinem 5-wöchigen Blogstreik nun mit einem unbefristeten Streik den Kampf ansagt. Blasphemie!!!

Zur allgemeinen Erheiterung hier noch der Wortwitz der Woche:

Totalitourismus, der: Das Reisen zum Zwecke des Kennenlernens totalitärer Regierungssysteme in fremden Ländern.

Warum jeder Wochentag scheiße ist…

Montage sind kacke!

Ich brauch das ja eigentlich nicht begründen. Jeder findet Montage kacke. Sogar diejenigen, die nur am Montag aber nicht auf Montage arbeiten. Haha! Der einzige Grund für die Existenz von Montagen ist der, dass man einen Tag braucht, um sich für die Taten und Handlungen, die am Wochenende davor geschehen waren, zu schämen.

Am Dienstag sollst du Dienst tun!

Ja, was ist dem sonst noch hinzuzufügen. Selbst wenn man außer Acht lässt, dass man Dienstag nicht mal mehr halb so glaubwürdig wie am Tag zuvor nach der Mittagspause “..hab das Wochenende verschlafen…” murmelnd ins Büru schlurfen kann, ist der Dienstag auch kacke. Schließlich ist seit Montag erst eine Nacht vergangen, der bittere Nachgeschmack hält noch an und auch Zähne putzen hilft da nichts.

Mittwoch ist doch schon gar nicht mehr so schlimm…

DOCH!!! Am Mittwoch feiern Anfänger das Bergfest in froher Erwartung der Taten, die sie am Wochenende unternehmen und am Montag bereuen können. Sie vergessen dabei jedoch, dass die erste Hälfte der Woche immer schneller vergeht als der Rest, der zäh, einer kaugummiartigen Masse gleich, dahinfließt. Am Mittwoch wird man daran erinnert, dass es auch ein Wochenende gibt, das man aber noch nicht haben darf…

Donnerstag

Es sind die sanften Liebkosungen der Morgenröte, die einen am Donnerstag aus den Federn kitzeln. Die Vögel laufen in der elften Wiederholung zwitschern und der Wecker verschont einen am Wochenende mit seinem nervigen Gefiepklimpertödel…Doch halt! Es ist gar nicht Wochenende, es fühlt sich nur so an! Du hast verschlafen und musst noch einen Tag länger arbeiten, bis du dich entspannt zurücklehnen kannst!

Willkommen im Donnerstag, der Tag der nur dafür gemacht ist, den Mittwoch in Schach und der Mitte der Woche zu halten!

Am Freitag hast du frei…

…e Hand, weil du beinahe der einzige im Betrieb bist, der noch arbeiten muss. Alle anderen haben Vertrauensarbeitszeit und vertrauen auf Arbeit light. Von Zuhause aus. Im Bett. Alle anderen Anwesenden sind genauso blöd wie du und ziehen dich mit ihrer Laune so runter, dass du dich wie Montag fühlst. Und den finden ja schließlich alle kacke.

Das Schlimmste am Freitag ist aber, dass kein einziger Tag so weit entfernt vom nächsten Freitag ist wie der aktuelle Freitag. Wer soll das genießen können?

Samstag

Es sind die sanften Liebkosungen der Abendröte, die einen am Samstag aus den Federn kitzeln. Nachdem Luigi aus dem Betrieb die Geburt seiner Patenurenkelin mit Grappa begießen musste und du keine Ahnung hast, wo dein Auto, du selbst und deine Würde sind, wird dir klar: Endlich ist Wochenende. Nach kurzem Blick auf dein smartes Phone wird dir aber klar, dass über die Hälfte des Wochenendes schon vorbei ist. Schnell wird der abgestandene Hugo am Bett geext, aber du weißt immer noch, dass heute Samstag ist. Es wird also wieder nichts mit der Ausrede: “…hab das ganze Wochenende verschlafen…”

Sonntag

Sonntag, der Tag an dem nach sechs Tagen Sonnenschein nie die Sonne scheint, wenn man mal mit den Kindern in den Zoo möchte. Um verschleppter Bronchitis und damit einhergehendem Gejammer vorzubeugen, verbringt man dann die meiste Zeit im Reptilienhaus. Und das ist ja mal echt nicht cool. Erstens ist es dort warm, zweitens bewegen sich die einzigen sehenswerten Tiere (Krokodile) kaum bis gar nicht und drittens ist die Fütterung seit zehn Minuten vorbei. Dabei höhnt eine kleine, fiese Stimme beständig im Hinterkopf: Morgen ist Montag, du musst wieder arbeiten!

Montage sind kacke!

 

Fasten fasten

Die Fastenzeit ist nun endlich vorbei – man möchte sich eigentlich bei Gott bedanken, wenn er einem denn die Suppe, die man 40 Tage nicht essen durfte, nicht höchstpersönlich eingebrockt hätte. Alle Jahre wieder kommt hier nämlich der Osterhase, um 40 Tage Entschlackungskur und Darmbefreiung mit Schokolade und Backwerk nichtig zu machen.

“Was zum Teufel…?”, mag der verneigte geneigte Leser nun denken, “…du hast gefastet?” Sanft kann ich beruhigen: “Das hat zwar weder mit Gott, dem Teufel und dem heiligen Himbeergeist (a.k.a. Die eilige Scheinheiligkeit) zu tun, aber ja, ich faste jedes Jahr.”

Auch ich zähle mich zu den selbsternannten Abstinenzlern und habe mich für 40 Tage in die symbolische Wüste begeben um dort allen möglichen Versuchungen des Teufels zu widersagen. Nachdem ich jetzt also ohne Probleme auf das Essen (verschimmelter Lebensmittel), mediale Verdummung (erfolgreich kein Video von DagiBeeBee angesehen) und (unverdünnten) Alkohol verzichtet habe, kann ich ab Morgen wieder flauschige Marmelade essen, während ich mir die neusten Glimmer-Gloss-Nightline-72h-kussfesten Lippenstifte in 50 shades of pink zeigen lasse und einen 40-Jahre alten Brennspiritus geschmacklich auf Vergällung prüfe. Wenn ich denn möchte. Ich tendiere momentan aber eher zu einer Verlängerung der Fastenzeit gerade diesbezüglich. Das soll mir mal einer nachmachen.

Der eigentliche Grund, warum ich das Ende der Fastenzeit feiere, ist aber der, dass die missionarischen Intestinalklempner mir nicht mehr ständig vorhalten, dass sie ihre Gedärme ausspülen. Das will ich nämlich bei den meisten Menschen gar nicht wissen. Bei einigen kann es dann durchaus unterhaltsam werden (hier ein freundlicher Hinweis auf die Artikelreihe “Saft-Fasten. Eine Tragödie in 5 Akten“), aber das ist doch eher die Ausnahme.

Einen Vorteil hat die ganze Geschichte aber: Durch die ständige Präsenz von christlichen Glaubensinhalten in den Medien und meinem Umfeld, die durch den Fasten-Wahn hervorgerufen wurde, wurde ich daran erinnert, dass ich ein Lieblings-Bibel-Zitat habe, das ganz gut zum Thema passt:

Und Noah, der Landmann, fing an, einen Weinberg zu pflanzen. Als er aber von dem Weine trank, wurde er trunken und lag entblößt in seinem Zelte.

Genesis 9:20

Dann geh ich mal einen auf Noah machen. Prost!

Es sind die kleinen Dinge des Lebens…

…über die man sich freut. Ein Schelm, wer Penis dabei denkt!

Tatsächlich möchte ich hier mal einen Rant los werden, der aber vielleicht doch in einem Happy End mündet. Mal sehen…

Ich kaufe nämlich regelmäßig beim Einzelhändler meines Vertrauens ein, der ist zwar ein bisschen teurer als ein Penny, dafür aber in walkable distance und deshalb immer ein Grund, das Auto stehen zu lassen. Den Weg dort hin beschreite ich auch meisthin nicht alleine, sondern in Begleitung von Mitbewohnern, Herzchen oder anderen Affairen. Ich weiß, wer zwischen den Zeilen liest, erfährt hier ganz unverblümt, dass ich behaupte, dass ein paar Mitt- und Endzwanziger quasi regelmäßig spazieren gehen. So ganz neoklassisch ohne dabei zwingend das Smartphone, Google Glass oder die neue Apple Watch Gassi zu führen. Dafür ganz klassisch, um Food & Beverages zu haulen.

Dabei werden natürlich Gespräche und Debatten höchsten Niveaus geführt, die die weltpolitischen Probleme der internationalen Multilateralpolitik in Hinsicht auf die fortschreitende soziale Demenz der Multi-Kulti-Gesellschaft oder Ähnliches behandeln:

“Nein, hab ich nicht!”

“Doch klar hast du!”

“Nein, würd ich nie tun…”

“Oh doch!”

“Nein hab ich wirklich nicht!”

“Würdest du aber tun…

“Jaaa, ok, würde ich…aber jetzt grad hab ich nicht!”

Jedenfalls hat mein Nahrungsmitteldealer sich erdreistet, ohne jegliche Vorwarnung meine Lieblings-Sour-Cream aus dem Sortiment zu nehmen, woraufhin ich die Fischtheke (Iiiih, Fisch) noch mehr als sonst boykottierte. Scheissverein!

Man könnte mir jetzt vorwerfen, das sei kleinlich und wenn ich sonst keine Probleme habe, geht es mir ja gut – blablabla, ich kann’s nicht mehr hören! Lies doch mal weiter, ich freu mich ja auch nachher genauso übertrieben über andere Nichtigkeiten. Ich bin eben emotional, das bringt meine gepflegte weibliche Seite mit sich! Ich kann mich über alles aufregen:

  • Franzosen, die im Kreisverkehr nach links blinken (täglich)
  • Franzosen, die im Kreisverkehr beim Abbiegen nicht blinken (stündlich)
  • Franzosen, die am Verkehr teilneh (Sacre blöh!)
  • Leute, die Häckchen mit fucking “ck” schreiben (Denen hackt’s!)
  • Das Licht ist noch an und das Wurfmaterial für Lichtschalter-Dart geht aus (Ich bin morgens immer müde)
  • Wenn ich mal nicht recht habe (eigentlich nie)
  • Wenn ich recht habe, aber es keiner einsehen will (ständig)
  • Wenn ich weiß, dass ich eine Überraschung bekomme, aber nicht, um was es sich dabei handelt

Aber viel mehr kann ich mich über die kleinen Dinge des Alltags freuen:

  • Wenn ich es schaffe, im Stau noch einen Franzosen zu überholen (jeden Morgen)
  • Überraschungen, mögen sie auch noch so klein sein, wenn ich sie dann endlich bekomme (Kekse <3)
  • Wenn ich recht habe (ständig)
  • Wenn ich hinterher sagen kann: Ich hab’s euch doch gesagt! (Hah!)
  • Schlechte Wortwitze
  • Schlechte Witze
  • Schüttelreime

Und heute, nach mindestens 2 Wochen (die sich mehr wie 2 Jahre anfühlten), hab ich meine Sour Cream gefunden. Zum Glück bin ich noch so jung, dass es süß aussieht, wenn ich grazil wie eine Ballerina mit Zementballerinas durch den PorzellanLaden tanze, denn ansonsten müsste mir mein tarzanartiger Freudenschrei mit anschließendem Freudentanz wohl doch peinlich sein.

Dank des Internets habe ich wohl mehr nackte Menschen gesehen als alle meine Vorfahren zusammen. Denkt mal drüber nach.

Die Eloquenzbestie – oder Neues von Karl

Okay, ich gestehe. Ich habe ihn gesehen. The Interview (Trailer).

Jaaaa und?

-Jeder Leser

Aber genau darum geht es. Eine anonyme Hackergruppe hat ja bekannterweise Sony ziemlich auseinandergenommen, ein paar unveröffentlichte Filme und Millionen an internen Mails und andere Daten ins Internet geladen und Drohungen veröffentlicht, damit dieser Film nicht veröffentlicht wird. Hat nicht ganz geklappt, Amerika schob die Schuld dafür Nordkorea in die Schuhe, die stritten alles ab und so war jeder beschäftigt. Und ich dachte die ganze Zeit: “1. Was haben die eigentlich alle für ein verkacktes Problem? 2. Irgendwann mal schau ich den vielleicht an, einfach weil ich kann, und weil ich Seth Rogens Lache witzig finde. Und ich finde, dass man Diktatoren allesamt mit Humor bekämpfen sollte, weil die das mit am härtesten trifft.”

Aber genug der Polemie. Es gibt Wichtigeres als so eine beknackte Dikatur irgendwo am anderen Ende der Welt! Der wahre Schrecken passiert nämlich hier, in meinem Bett: Ich! Ich bin krank!

Irgendwo zwischen Männerschnupfen, tödlichem Killervirus und Sporenbombe (vielleicht weil ich “The Interview” gesehen habe?) hin- und hergerissen, leide ich tapfer vor mich hin. Und ich übertreibe nicht. Heute wöcht sich diese Tragödie schon, seit letztem Samstag liege ich flach. Und ich bin so krank, dass ich mittlerweile Packungsbeilagen wieder zusammenfalten kann! Ich riskiere sogar seit genau einer Woche eine Zahnfehlstellung, denn ich trinke prinzipiell nur noch aus dem Strohhalm. Warum? Nun, der Arzt hat gesagt, ich soll viel trinken und ich hab mal gehört, dass man mit Strohhalm mehr trinkt. Und es sieht viel bemitleidenswerter aus.

Deshalb liege ich die ganze Zeit nur herum. Manchmal sitze ich auch, aber das wird auf Dauer anstrengend. Stehen oder laufen sowieso. Ich musste schon 2 Mal zum Arzt, was ich immer mit dem anschließenden Apothekengang verband, und das hab ich zu Fuß getan, was für die nächsten 2 Wochen wohl genug Bewegung war.

Dabei friere ich prinzipiell (schwitzen kann man, wenn man tot ist) und nehme immer bei 39.5°C Fieber eine Paracetamol. Es geht ca. 15 Minuten, bis deren Wirkung einsetzt, dann sterbe ich.

Also nicht wörtlich, aber ich beginne zu schwitzen und da muss ich ja konsequent bleiben jetzt. Das Fieber sinkt, ich kann unauffällig aufs Klo und mein Trinken auffüllen gehen, bevor mein Körper merkt, dass ich nicht im Bett liege, worauf er sonst nämlich aus Prinzip mit Schüttelfrost reagieren würde.

So, jetzt habe ich einen Hauptteil, der nicht zur Einleitung passt, keinen Schluss und eine Überschrift die mal gar nichts mit dem Thema zu tun hat. Das hat diesmal überraschend lange gedauert. Aber ich bin ja schließlich krank!

P.S.: Mit Karl war ich neulich beim Pubquiz. Da das ewig nicht los ging und wir schon Zettel und Stift bereit hielten, schlug ich vor, ein paar mögliche Antworten schon im Vorraus aufzuschreiben. Wir einigten uns stumm, sahen uns an und sprachen beide gleichzeitig unseren jeweiligen Vorschlag aus:

Penis

Eloquent.

 

Die Antwort

Der Autor dieses Blogs distanziert sich hiermit ausdrücklich von allen Kaffeetassenkarikaturen und sonstigen Weltübeln. ich und der König sind der Meinung, dass folgender Gastbeitrag nicht aus unserer Feder stammt, sondern vom Wesen von nebenan abgedichtet wurde und verwesen verweisen hiermit ausdrücklich auf die Nichtautorschaft unsererseits. Dieser Text wurde ohne Genehmigung aber dafür nach ausdrücklicher Aufforderung unzensiert uneditiert veröffentlicht.

Dass die Diskussionskultur seit Beginn des Social-Media-Youtube-Gesichtsbuch-Hypes online als auch offline stark nachgelassen hat, ist unverkennbar, wenn man sich diese Kommentare, unter dem 1470982131283. Katzenvideo oder dem 25. Versuch eines sogenannten Pick-Up-Artists eine Frau klar zu machen, bei einer schönen heißen Tasse Kaffee zu Gemüte führt.

Das eben jene „Tasse“ oder sprechen wir von der Allgemeinheit der „Tassen“ als blosses Behältnis ohne jegliche Gefühlswelt so nackt und entblößt zur Schau gestellt wird, veranlasste mich zu gerade solche einem emotional überfeuertem Kommentar hinreissen zu lassen wie sekündlich millionenfach von den „Ich-weiß-alles-besser-Lama123“ und „Auf_Maul666?“ durch die Datenkabel dieser Welt auf irgendwelche Seiten gekloppt werden: affektiv und ohne jegliche Konsistenz.

Um diese höchst peinliche Niederschrift im „Wahnsinnigen-Wunder-Wald“ wieder etwas zu relativieren und mit etwas mehr Tiefe zu hinterlegen folgen Gedanken zu der geschilderten Thematik bezüglich Kaffeemaschinen aus der Sicht der so gedemütigten Tasse mit Ihrer mutigen aber herzlichen Aussage „I love my Penis“.

Nun könnte man beginnen den Schriftzug der Tasse zu hinterfragen: Können Tassen überhaupt Penisse haben? Gibt es Tassen mit Vaginas und wenn ja, laufen die dann nicht aus? Mit welcher Geschwindigkeit wachsen Babytassen? Ist der Genpool des Vaters verantwortlich für das Aussehen der Babytasse? Aber nein…da dieses Kleid sicherlich nur als Provokation jeglicher Art und Weise gegenüber dem Bidermann und Verwaltungapparates unserer jüdischen Weltregirung gelten dürfte, befasse ich mich mit dem Innersten was eine Tasse zusammenhält. Egal ob aus Stahl, Porzellan, Stein, Plastik, Holz oder jedem anderen erdenklichen Material unseres Planeten: Tassen haben Henkel. Und das Sie dieser Henkel so einzigartig macht, gegen jegliche andere Artgenossen der selben Fabrikation und Sinneszuschreibung zur Getränkeaufnahme haben auch diese Gefühle und sind es Wert respektiert zu werden. Man denke nur an die Unterdrückung und Belächelung besonderer Individuen und den Folgen: Streiks, Proteste, Krawalle. Dass auf Grund dieser Entblößung eine Welle der Entrüstung und der Tassencomunnity ausbrechen könnte mag sich keiner Vorstellen. Nach dem Vorbild der GDL und ihrem Größenwahnsinnigen Anführers könnte auch eben diese Tasse als  Erlöser am öffentlichen Pranger das Leid aller Tassen auf sich ziehen. Die Folge: Massenhafte Eigenzertrümmerungen von Tassen auf der ganzen Welt, wütende Streiks in den Kaffeetassenschränken der weltregierenden Unternehmen. Kaffee nur noch aus Gläsern ohne Henkel. Wollen wir uns das Vorstellen? Sicherlich nicht.

Das eine Kaffeemaschine als Spender des sogenannten braunen Goldes glorifiziert wird als Retter, jedes Müden Arbeitenden der sich nach 2h Schlaf jeden Morgen in seinen selben, beschissenen Beruf schleppt und ohne den warmen, wohltuenden Lebenssaft wohl längst alle Gedanken an Glück und Erholung hinter sich geworfen hätte, ist wohl nicht weiter erwähnenswert. Jedoch ist auch diese Maschine ohne Auffangbehältnis ein nichts. Das Gläser auf Grund ihrer Beschaffenheit fehl am Platze sind wenn es um den Kaffeegenuss geht, dürfte unlängst in den Gedächtnissen der Zivilisation verankert sein. Da sich diesen jedoch die Koexistenz als Saft- und Wasserspender in der Welt genießen, bedeutet der Verzicht des Kaffee-Ressorts wohl keinerlei Identitätskrise.

Anders die Tasse. Als bloßes Kaffeehaltewesen fristetet sie ihr Dasein über Jahrhunderte. Dass sie sich in mordernster Zeit auch politisch aktiviert und Farbe bekennt zeigt den Bedeutungsgewinn eines respektvollen und ernstzunehmenden Umgangs mit unseren heißgeliebten Tassen.

Ich setze mich daher ein, wenn politisch aktive Tassen heimlich abgelichtet werden, dann sollten Sie das Recht haben befragt zu werden, ob Sie sich der breiten Masse präsentieren zu wollen.

Dies mein finales Anliegen. Ich hoffe das im Rahmen der von mir angestrebten „Coffemachine and Mug Convention“ (CMMC) diese Themen geklärt und friedlich diplomatisch besprochen werden. Weil eine Annektierung von Regalplätzen zum Leide von anderen Geschirrarten wäre auch sicher nicht im Sinne unserer Welt.

 

PS: Der Autor schließt nun seine Gedanken und verdünnisiert sich lieber in die Gemächer seines Wahnsinns. Auch wenn es sicher noch einige Themen anzuschneiden geben würde so kann ich doch das Buch „Nicht mehr alle Tassen im Schrank? – Die Frage nach der Identität nach dem großen Tassensturz von 1912“ erschienen im Tassiloverlag, sehr ans Herz legen.

Pps: Ich danke flashbash auf diesem Wege für diese Anhörung und wünsche ein fröhliches bloggen. Bis die Tage.

 

7 Dinge, die so ein scheiß Blog eigentlich kostet!

Der Blogkrieg ist ausgebrochen. Nachdem irgendwer sich irgendwo über Werbung auf Blogs aufgeregt hat, hat sich irgendein Blog gerechtfertigt, wieviel tausend Euro man monatlich als anständiger Blogger ausgibt, um den geneigten Leser in seinem Gratis-Wahn zu bespaßen. Und nachdem sich darüber wieder irgendwelche Leser, die auch zufällig noch Blogger sind, aufgeregt haben, ging ein ganzer Shitstorm um das Thema “Kosten eines Blogs” los.

Nachdem die Wogen nun geglättet sind und der Zug sowieso abgefahren ist, kann ich nun beruhigt aufspringen und mal ein bisschen rumsenfen, wie mir der Schnabel grad so wächst:

Falls jemand wissen will, was ein Blog denn außer Geld wirklich kostet:

  • Nerven
  • Geduld
  • Zeit

Wenn man öffentlich über sein Umfeld lästert:

  • Freunde

Wenn man öffentlich über seine Arbeit lästert:

  • Job

Wenn man Mohammed zeichnet:

  • Leben

Wenn man es bleiben lässt:

  • Aufmerksamkeit und Feedback von anderen Menschen

Wenn man einfach nur Spaß dran hat:

  • unbezahlbar (This message is not brought to you by ©®Mastercard™ und so)

Da bin ich doch direkt froh, dass ich das alles zusammen mit meinem kühlen Kopf behalten kann.

Nuff said.